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Abschaffung der Kassengebühr längst überfällig – Ärzte subventionieren Kassen-Einnahmen mit 3,24 Mrd. Euro

05. November 2012 - „Die Abschaffung der Kassengebühr ist eine längst überfällige Entscheidung und kein Geschenk der Politik an Patienten und Ärzte“, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Dirk Heinrich. In den neun Jahren des Bestehens der Kassengebühr haben allein die Praxisärzte den Verwaltungsaufwand von insgesamt rund 3,24 Milliarden Euro getragen.

3,24 Mrd. Verwaltungskosten in neun Jahren - Die Praxisgebühr steht vor dem Aus (© contrastwerkstatt - Fotolia.com)

Die Zuzahlung sei allein ein Finanzierungsmittel für die Krankenkassen und habe bei der ursprünglichen Zielsetzung, der Steuerung von Arztbesuchen, versagt. Nach wie vor geht der durchschnittliche Versicherte mehr als 18 Mal im Jahr zum Arzt.

„Die Kassengebühr ist nur noch ein bürokratischer Kropf, verfehlt seine beabsichtigte Steuerungswirkung und sorgt für einen erheblichen Mehraufwand bei der Verwaltung“, erinnert Dr. Heinrich. „Angesichts der Überschüsse bei den Gesetzlichen Krankenkassen von voraussichtlich 25 Milliarden Euro am Ende dieses Jahres, werden die Patienten durch die Abschaffung der Zehn-Euro-Abgabe langfristig wirksamer entlastet, als durch Beitragsrückerstattungen“, so Dr. Heinrich.

Die Entlastung komme aber auch der Ärzteschaft zugute. In den neun Jahren des Bestehens der Kassengebühr haben allein die Praxisärzte den Verwaltungsaufwand von insgesamt rund 3,24 Milliarden Euro getragen. Denn der bürokratische Aufwand durch die Zuzahlung verschlingt nach Berechnung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung jährlich insgesamt rund 360 Millionen Euro. Der zeitliche Mehraufwand für das Praxispersonal liegt bei circa 120 Stunden pro Jahr und Praxis.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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