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Aktuelles

Abschied von Dr. Dr. Mariantonius (Toni) Hofmann

Berlin, 22. Oktober 2002 - Er wird uns fehlen, der Mariantonius Hofmann. Am Freitag, den 18. Oktober ist er einer schweren Erkrankung – die ihn zunehmend gezeichnet hat – erlegen. Ein großer Verlust für uns. Er war für die Standespolitik in unserem Lande und ganz besonders für Berlin ein absoluter Glücksfall.

Kaum vorstellbar, dass in Zukunft die gesundheitspolitische Arbeit im Landesverband Berlin-Brandenburg ohne ihn stattfinden muss. Wir, die wir ihn erst nach dem Fall der Mauer kennen lernten, haben ihn neidlos bewundert. Er wusste mündlich wie schriftlich die Worte wohl zu setzen. Die ärztliche Einheit lag ihm am Herzen und war Quelle seiner berufspolitischen Bemühungen. Unter dieser Prämisse war es nur folgerichtig, dass er nach dem Zusammenbruch der DDR mit großer Tatkraft und an vorderster Stelle den Umbau der Versorgungsstrukturen im ehemaligen Ostteil unserer Stadt mit organisierte. Er, der 1973 erstmalig in die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin gewählt wurde, hat lange Jahre gemeinsam mit Gerhard Raudszus die Arbeit dieser Körperschaft geprägt. Fundament seines Erfolges in der berufspolitischen Arbeit waren seine Fähigkeiten, auf Menschen zuzugehen, Brücken zu bauen und die Probleme – wenn es Not tat – wieder auf die Füße zu stellen. Nachgewiesen hat er diese Fähigkeiten in mehreren Wahlperioden als Vizepräsident bzw. als Schatzmeister der Ärztekammer Berlin und als stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin.

Unvergessen sein Auftritt auf dem „Vereinigungsparteitag“ von Köln, als der westdeutsche NAV und der ostdeutsche Virchow-Bund sich zum NAV – Virchow-Bund zusammenschließen wollten. Mit vollem Einsatz, unwiderstehlicher Überzeugungskraft und hoher Emotionalität half er sowohl der einen Seite die Ängste vor einer „Rotinfiltration“ als auch der anderen Seite „aufgekauft zu werden“ nachhaltig zu zerstreuen. Dass der NAV – Virchow-Bund heute ein in sich geschlossener fachübergreifender Ärzteverband ist, in dem es keine ernsthaften Ost-West-Probleme gegeben hat, ist in aller erster Linie auch sein Verdienst. Der Verband – in dem er mehr als 25 Jahre Mitglied war – hat diese wie insgesamt seine vielfältigen Verdienste um das Ansehen der deutschen Ärzteschaft 1998 durch die Verleihung der Kaspar-Roos-Medaille gewürdigt.

Berlin ist um ein großes Stück berufspolitisches Urgestein ärmer geworden. Mariantonius Hofmann wird uns auch in Erinnerung bleiben mit seinem sprühenden Berliner Witz. Als jemand, dem der Schalk im Nacken saß und der über eine gehörige Portion Selbstironie verfügte, der sich selbst nie wichtiger nahm als die Sache, die er Vertrat. Wir haben Grund, dankbar zu sein dafür, dass wir Mariantonius bei uns hatten und werden seinen Weg weitergehen.

 

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
Landesgruppe Berlin/Brandenburg
Landesvorsitzende: Dr. Christiane Wessel
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