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Achtung Abzocke! Zweitmeinungsportal ist unseriös, rechtswidrig und gefährlich

Berlin, 19. August 2011 - „Berufsrechtlich, und das aus gutem Grund, sind Zweitmeinungen ohne direkten Patientenkontakt schlicht und einfach unzulässig“, kritisiert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich, das neue Portal www.vorsicht-operation.de. „Anscheinend wittern ehemalige Chefärzte hier ein einträgliches Geschäft und wollen von der Verunsicherung der Patienten profitieren.Derartige Diagnosen aus dem Schaukelstuhl“, so Dr. Heinrich, „sollen etwa 500 Euro kosten und zeigen schon allein dadurch, wie unseriös sie sind.“

Zweitmeinung ja, aber nur mit persönlicher Untersuchung durch den Arzt (© nyul - fotolia.com)

Neben der ungeklärten Haftungsfrage lasse die Gebührenordnung für Ärzte Leistungen ohne Patientenkontakt in der Höhe gar nicht zu – dies sei wohl ein Grund dafür, vermutet Dr. Heinrich, dass das Portal in der Schweiz beheimatet ist.

Zweitmeinungen seien dabei keineswegs grundsätzlich falsch, betont der Vorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, nur müsse das Internet als Sprechzimmer tabu bleiben: „Nur die direkte Befragung, Untersuchung und Auseinandersetzung mit dem Patienten ermöglicht eine seriöse Indikationsstellung, beispielweise bei Operationen und anderen eingreifenden Maßnahmen. Allein aus Unterlagen, noch dazu in elektronischer Form, kann kein Arzt patientengerecht arbeiten. Gerade Röntgenbilder müssen im Original angesehen werden“, erklärt Dr. Heinrich.

Ein zweiter Besuch bei einem weiteren Arzt sei zudem problemlos möglich. „Jeder Patient in Deutschland kann sich jederzeit bei niedergelassenen Ärzten eine Zweitmeinung holen, die frei von Sekundärinteressen ist“, verdeutlicht der Bundesvorsitzende.

Weiterhin sei sicherlich nicht jede Operation in der Vergangenheit tatsächlich notwendig gewesen. „Die beachtlichen Eingriffszahlen der sogenannten Experten des Portals während ihrer früheren Krankenhaustätigkeiten lassen beispielsweise aufhorchen.“ Wer jahrelang selbst zigtausende Patienten operiert habe und nun plötzlich aus der Ferne vor unnötigen Eingriffen warne, so der Verbandsvorsitzende, erwecke den Eindruck von Scheinheiligkeit. „Die schärfsten Kritiker der Elche, waren früher selber welche“, resümiert Dr. Heinrich.

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