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ÄRZTEVERBÄNDE BIETEN KRANKENKASSEN GESPRÄCHE ZU SELEKTIVVERTRÄGEN AN

04. Dezember 2009 - Berlin, im November 2009 - MEDI Deutschland, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVMG) und der NAV Virchow-Bund sehen in den Vollversorgungsverträgen für Fachärzte nach § 73c SGB V eine notwendige Ergänzung zu den Hausarztverträgen nach § 73b SGB V und zum Kollektivvertrag. Deswegen haben die Verbände den gesetzlichen Krankenkassen heute in einem gemeinsamen Schreiben Gespräche zu Vertragsverhandlungen angeboten.

Berlin, im November 2009 - MEDI Deutschland, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVMG) und der NAV Virchow-Bund sehen in den Vollversorgungsverträgen für Fachärzte nach § 73c SGB V eine notwendige Ergänzung zu den Hausarztverträgen nach § 73b SGB V und zum Kollektivvertrag. Deswegen haben die Verbände den gesetzlichen Krankenkassen heute in einem gemeinsamen Schreiben Gespräche zu Vertragsverhandlungen angeboten.

In Zeiten von Regelleistungsvolumina, Budgetierungen und mangelnder Planungssicherheit müssten die niedergelassenen Ärzte die Möglichkeit auf eine feste und kalkulierbare Vergütung ihrer Arbeit haben, so die Verbände. Als Vorreiter für Selektivverträge gilt Baden-Württemberg, wo bereits Anbietergemeinschaften zwischen regionalen Facharztverbänden und der MEDIVERBUND Dienstleistungs GmbH bestehen. In anderen Regionen könnten ähnliche Vertragsgemeinschaften mit Facharztverbänden und fachübergreifenden Ärzteorganisationen gebildet werden, so die drei Verbände.

„Die niedergelassenen Ärzte brauchen zur Sicherung ihrer Praxen in Zukunft ein Nebeneinander zwischen Kollektiv- und Selektivverträgen, denn ohne die bessere Vergütung in den Haus- und Facharztverträgen stehen insbesondere die Versorgerpraxen vor dem finanziellen Aus, weil mit dem Regelleistungsvolumen aus dem Kollektivvertragssystem die Praxen definitiv nicht finanzierbar sind“, betont der MEDI Vorsitzende Dr. Werner Baumgärtner. Der einzelne Arzt und die Patienten müssten wählen können, ob sie im Kollektivvertrag bleiben möchten oder stattdessen an einer haus- und fachärztlichen Versorgung ohne die Beteiligung einer Kassenärztlichen Vereinigung teilnehmen möchten. Und der Vorsitzende des BVÄG, Dr. Joachim Wagner fügt hinzu: „Im Kollektivvertrag wechseln andauernd die Rahmenbedingungen. Das nimmt unseren Praxen jegliche Planungssicherheit und gefährdet die wohnartnahe ambulante Versorgung unserer Patienten.“

„Unabhängig vom Regierungswechsel, mit dem viele Erwartungen und Hoffnungen verbunden sind, wird eine zukunfts- und qualitätsorientierte Versorgungskonzeption allein im Kollektivvertragssystem nicht gelingen“, erklärt NAV Chef Dr. Klaus Bittmann. „Versicherte und amtierende Gesundheitspolitiker sollen erkennen, dass unsere Verbände nicht nur fordern, sondern Eigeninitiativen und Verantwortung für umfassende, fach- und sektorenübergreifende Behandlung unserer Patienten ergreifen wollen und können – mit einem gesicherten und transparenten Vertrag mit den Kassen.“

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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