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ARZNEIMITTELVERORDNUNG: KBV-KONZEPT SCHLECHTER TAUSCH

25. Februar 2010 - eur Berlin, 25. Februar 2010 – Der NAV-Virchow-Bund warnt die niedergelassenen Ärzte davor, sich die Therapiefreiheit bei der Arzneimittelverordnung aus der Hand nehmen zu lassen. „Das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vorgestellte Konzept zur Neuausrichtung der Arzneimittelversorgung ist ein schlechter Tausch. Es entlässt die Ärzte zwar aus der Kostenverantwortung, nimmt ihnen aber die Möglichkeit, konkrete Präparate zu verordnen. Die strikte Beschränkung auf reine Wirkstoffverordnung mindert die Entscheidungshoheit von Arzt und Patient massiv und wird von uns entschieden abgelehnt“, erklärt Dr. Klaus Bittmann, Bundesvorsitzender des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands.

eur Berlin, 25. Februar 2010 – Der NAV-Virchow-Bund warnt die niedergelassenen Ärzte davor, sich die Therapiefreiheit bei der Arzneimittelverordnung aus der Hand nehmen zu lassen. „Das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vorgestellte Konzept zur Neuausrichtung der Arzneimittelversorgung ist ein schlechter Tausch. Es entlässt die Ärzte zwar aus der Kostenverantwortung, nimmt ihnen aber die Möglichkeit, konkrete Präparate zu verordnen. Die strikte Beschränkung auf reine Wirkstoffverordnung mindert die Entscheidungshoheit von Arzt und Patient massiv und wird von uns entschieden abgelehnt“, erklärt Dr. Klaus Bittmann, Bundesvorsitzender des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands.

Die Ärztinnen und Ärzte seien nicht bereit, zu kapitulieren und aus Frust einen Teil ihrer Verantwortung abzugeben, betont Dr. Bittmann. „Sie können es auch gar nicht, denn die Verordnung eines Medikamentes hat immer der Arzt zu verantworten. Weder Krankenkassen noch Apotheker können die Haftung übernehmen.“

Der Bundesvorsitzende befürchtet, dass die Einsparungen bei den Arzneimittelkosten, die bei Umsetzung des KBV-Vorschlages entstehen könnten, direkt an die Krankenkassen gehen und dort versickern werden. „Die Beibehaltung des derzeitigen Rabattsystems hätte den Vorteil, dass die Einsparungen zumindest im Bereich der Selektivverträge in die Patientenversorgung fließen. Für viele Ärztenetze und Kooperationen stellen die Rückflüsse aus diesen Einsparungen einen wichtigen Teil ihrer Versorgungskonzeption dar“, erläutert Dr. Bittmann.

Er plädiert dafür, die pharmazeutischen Unternehmen in Versorgungsmodelle einzubinden und sie stärker zur Verantwortung zu ziehen. „Die bestehenden Risk-Share-Modelle, bei denen Hersteller eine ‚Geld-zurück-Garantie’ auf neue, patentgeschützte Medikamente geben, ist ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Dr. Bittmann. Bei der Ausgestaltung entsprechender Verträge müssten das Wohl des Patienten und die Therapiefreiheit des Arztes aber stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
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