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BITTMANN FORDERT SCHNELLE GESETZESINITIATIVE GEGEN PRAXISSTERBEN IM LÄNDLICHEN RAUM

11. Februar 2010 - eur Berlin, 11. Februar 2010 – Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands begrüßt den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, die ambulante Versorgung nicht weiter durch Honorarabschläge zu steuern. Rösler sagte dem Deutschen Ärzteblatt, dass er Honorarabschläge nicht „für der Weisheit letzten Schluss“ halte. „Die bisherige Bedarfsplanung und die derzeitige Regelung von Zu- und Abschlägen in über- und unterversorgten Gebieten sind Planwirtschaft pur und werden das Praxissterben im ländlichen Raum nicht stoppen“, sagt der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Klaus Bittmann.

eur Berlin, 11. Februar 2010 – Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands begrüßt den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, die ambulante Versorgung nicht weiter durch Honorarabschläge zu steuern. Rösler sagte dem Deutschen Ärzteblatt, dass er Honorarabschläge nicht „für der Weisheit letzten Schluss“ halte. „Die bisherige Bedarfsplanung und die derzeitige Regelung von Zu- und Abschlägen in über- und unterversorgten Gebieten sind Planwirtschaft pur und werden das Praxissterben im ländlichen Raum nicht stoppen“, sagt der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Klaus Bittmann.

Bittmann ermutigt Rösler, bei den anstehenden Reformen auch dieses Thema anzugehen. „In manchen Regionen ist es fünf nach zwölf. Praxen finden keine Nachfolger und die zumeist ältere Bevölkerung verliert ihren vertrauten Haus- und Facharzt. Das ist längst kein Problem von Mecklenburg-Vorpommern, sondern hat beispielsweise bereits Teile von Bayern und Nordrhein-Westfalen erreicht“, stellt Dr. Bittmann fest.

Daher sei eine schnelle Gesetzesänderung notwendig, die den Versorgungsbedarf zukünftig in einer kleinteiligeren Bedarfsplanung bei Trennung von ländlichem und städtischem Raum, beispielsweise durch unterschiedliche Gebietslose, betrachtet. Eine Verfeinerung der derzeit steuernden und damit bürokratisierenden Elemente der heutigen Bedarfsplanung lehnt Dr. Bittmann jedoch ab: „Es müssen vielmehr Anreizsysteme geschaffen werden, die sich sowohl auf die Honorierung des entsprechenden Versorgungsbedarfs als auch auf bessere regionale strukturelle Rahmenbedingungen, wie Schulen und Kultureinrichtungen, erstrecken.

Dafür benötigt eine Kassenärztliche Vereinigung, wenn sie den Sicherstellungsauftrag für die Versorgung behalten soll, neue gesetzliche Rahmenbedingungen. In unterversorgten Gebieten müssen Ausnahmetatbestände geschaffen werden, wie etwa die Abschaffung von Mengenbegrenzung und KO-Kriterien beim Röntgen. Es müssen Arbeitsbedingungen und Honorierungselemente an die Erfordernisse angepasst werden.

Das Berufsbild des niedergelassenen Arztes ist im Wandel, es ergreifen mehr Frauen den Beruf, Arbeitszeiten und Arbeitsdichte verändern sich. Insbesondere im ländlichen Raum erfordern spezielle Rahmenbedingungen wie hohe Scheinzahlen und Notfalldienste angepasste Vergütungsstrukturen für Gruppen- und Gemeinschaftspraxen.

Damit müssen soziale und strukturelle Nachteile, wie Infrastrukturdefizite und ein geringerer Anteil an Privatpatienten, kompensiert werden. Ziel muss es sein, Attraktivität durch Anreize und nicht Regulierung durch weitere Restriktion zu schaffen“, so Dr. Bittmann.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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