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Aktuelles

Bundeshauptversammlung 2015: Paradigmenwechsel im Umgang mit der Politik

Berlin, 09. November 2015 - Der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich, hat sich für einen Paradigmenwechsel im Umgang mit der Politik ausgesprochen. Die ärztliche Selbstverwaltung und die Verbände müssten einen Wechsel vom Reagieren zum proaktiven Handeln, vom „Nein“ zum „Das wollen wir“ vollziehen, sagte Heinrich auf der diesjährigen Bundeshauptversammlung des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands.

Dr. Dirk Heinrich auf der Bundeshauptversammlung 2015. (© Lopata/axentis)

Der Bundesvorsitzende erläuterte in seinem Bericht zur Lage, dass die ärztliche Selbstverwaltung – allen voran die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) – zu sehr mit ihrer internen Krise beschäftigt war, um die ärztlichen Interessen während der Gesetzgebungsverfahren adäquat zu vertreten. Politik, Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft hätten die Schwäche der KBV – entstanden durch fehlende Teamarbeit und einen künstlich provozierten Facharzt-/Hausarztkonflikt – geschickt zu nutzen gewusst, so Heinrich. Es werde Zeit, die innerärztlichen Streitereien beizulegen, eigene Konzepte zu entwickeln und die Krise zu überwinden.

In weiten Teilen der Ärzteschaft würden die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) nur noch als Behörden, nicht aber als Interessenvertretung wahrgenommen werden, erklärte der Bundesvorsitzende. Um wieder mehr Nähe zur Basis herzustellen, müssten aus den KVen die Vorsitzenden der Vertreterversammlungen und nicht die hauptamtlichen Vorstände in die KBV-Vertreterversammlung entsandt werden.

Die Delegierten der Bundeshauptversammlung plädierten für eine Reform zur Wiederherstellung und zum Erhalt der Funktionsfähigkeit des KV-Systems. Dieses dürfe jedoch nicht zum Selbstzweck verkommen. „Sollte diese Reform scheitern, wird sich der NAV-Virchow-Bund für Versorgungsbereich übergreifende, alternative und demokratische Vertretungsformen einsetzen“, heißt es in einer Entschließung. Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands werde dies dann gegebenenfalls aktiv vorantreiben. „Dazu wird der NAV-Virchow-Bund im Schulterschluss mit anderen Berufsverbänden alternative Strukturen frei von staatlichen Eingriffen schaffen und einen Vertragswettbewerb in allen Versorgungsbereichen parallel zum Kollektivvertrag befürworten“, erklärten die Delegierten in Berlin.

Alle weiteren Informationen zur Bundeshauptversammlung, die Beschlüsse, den Vortrag von Prof. Siebolds sowie eine Auswahl an Fotos finden Sie unter: www.nav-virchowbund.de/bhv_2015.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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