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Aktuelles

Chancen und Wege im Umbruch

Saarbrücken, 20. November 2009 - Chancen und Wege im Umbruch lautete das Thema der Bundeshauptversammlung des NAV-Virchow-Bundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, am 14./15. November 2008 in Berlin. Das Thema fokussierte den anstehenden Umbruch im deutschen Gesundheitswesen und damit auch die Orientierungskrise der niedergelassenen Ärzteschaft.

Gesundheitswesen im Umbruch - Wie verändern sich die Rahmenbedingungen (© Yuri Arcurs - Fotolia.com)

Gleichzeitig wissen die kassenärztlichen Vereinigungen nicht, inwieweit die kollektivvertragliche Gesamtvergütung Bestand hat. Das Vertragsmonopol der kassenärztlichen Vereinigungen ist durch Direktverträge zwischen ärztlichen Gruppierungen und Kassen unter Nutzung des § 73 b und c SGB V bedroht. Die Körperschaft des öffentlichen Rechtes wackelt ganz gewaltig bei den wachsenden Akzeptanzproblemen. Selbst gut geführte kassenärztliche Vereinigungen bieten der niedergelassenen Ärzteschaft keine sichere Heimstätte. Dies ist politisch gewollt. Der Sicherstellungsauftrag ist nicht mehr erfüllbar. Es stellt sich hier die Frage, welche Kräfte stehen bereit oder machen sich auf den Weg, die Patientenversorgung kompensatorisch mit oder ohne die kassenärztliche Vereinigung zu gewährleisten.

Die Rahmenbedingungen ärztlichen Handelns sind destabilisiert. Die Patientenversorgung wird in neue Bahnen gelenkt. Der Gesundheitsfonds als Kernstück der so genannten Gesundheitsreform ist endgültig beschlossen. Der einheitliche Beitragssatz der GKV wurde mit 15,5% festgelegt. Die Spitzen der Krankenkassen halten dieses Gesamtvolumen für zu knapp bemessen. Es wird eingespart, wo nur immer möglich. Dies ist eine Bedrohung für alle Sonderverträge und innovative Konzepte.

In dieser Phase des Umbruches bieten fachübergreifende Verbände der niedergelassenen Ärzteschaft eine wirksame Interessenvertretung in teils heftiger Auseinandersetzung mit der Politik. Der NAV-Virchow-Bund tritt seit Jahrzehnten ein für die Freiberuflichkeit aller Ärzte und ist Ansprechpartner für alle Formen inhabergeführter Praxen, gleich ob Einzelpraxis, Berufsausübungsgemeinschaft aller Arten oder ärztlich geleiteten Versorgungszentren.

Durch Kooperation mit ärztlichen Genossenschaftsorganisationen versucht der NAV-Virchow-Bund zunehmend für größere Regionen Versorgungsverträge flächendeckend zu gestalten. Wenn die Krankenkassen per Gesetz das Recht zu direkten und selektiven Verträgen erhalten haben, die zu einer besseren Vergütung außerhalb der Kollektivverträge führen können, will der NAV-Virchow-Bund seinen Mitgliedern diese Chance bieten, ohne dass der einzelne Arzt in Abhängigkeit von der Krankenkasse gerät.

Wenn wir verhindern wollen, dass künftig private Kapitalgesellschaften inklusive privater Klinikbetreiber die ambulante Versorgung schrittweise in die Hände bekommen, müssen wir gemeinsam handeln.

Dies bedeutet, dass der NAV-Virchow-Bund bei allem Verständnis für fachspezifische Interessen den Schwerpunkt seiner Aktivitäten auf die Rahmenbedingungen ärztlichen Handelns legt. Die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes wird auch künftig dadurch geleitet sein, das Vertrauen zwischen Patient und Arzt als zentrales Element unseres Berufes zu erhalten.

Hierauf abgestimmt war das Thema des Impulsreferates des öffentlichen Teils der Veranstaltung, das diesmal von der Bundesjustizministerin a. D. und stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, gehalten wurde: „Vertrauensschutz – Datensicherheit – informationelle Selbstbestimmung: das Arzt-Patienten-Verhältnis im Zeitalter der Informationstechnologie“.

Die Aktivitäten des NAV-Virchow-Bundes werden auch künftig geleitet sein von der Interessenvertretung aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und dem Vorrang der ambulanten Versorgung. Der Verband wendet sich gegen eine Bedrohung der freiberuflichen Berufsausübung durch eine übermäßige staatliche Regulierung. Bei aller Systemkritik und trotz der Angriffe auf die Freiberuflichkeit haben wir einen schönen und erfüllenden Beruf. Es ist wichtig dafür einzutreten, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet sind, dass die tägliche Berufsausübung auch künftig Freude bereitet.

Gleichzeitig wissen die kassenärztlichen Vereinigungen nicht, inwieweit die kollektivvertragliche Gesamtvergütung Bestand hat. Das Vertragsmonopol der kassenärztlichen Vereinigungen ist durch Direktverträge zwischen ärztlichen Gruppierungen und Kassen unter Nutzung des § 73 b und c SGB V bedroht. Die Körperschaft des öffentlichen Rechtes wackelt ganz gewaltig bei den wachsenden Akzeptanzproblemen. Selbst gut geführte kas­senärztliche Vereinigungen bieten der niedergelassenen Ärzteschaft keine sichere Heimstätte. Dies ist politisch gewollt. Der Sicherstellungsauftrag ist nicht mehr erfüllbar. Es stellt sich hier die Frage, welche Kräfte stehen bereit oder machen sich auf den Weg, die Patientenversorgung kompensatorisch mit oder ohne die kassenärztliche Vereinigung zu gewährleisten.

 

In dieser Phase des Umbruches bieten fachübergreifende Verbände der niedergelassenen Ärzteschaft eine wirksame Interessenvertretung in teils heftiger Auseinandersetzung mit der Politik. Der NAV-Virchow-Bund tritt seit Jahrzehnten ein für die Freiberuflichkeit aller Ärzte und ist Ansprechpartner für alle Formen inhabergeführter Praxen, gleich ob Einzelpraxis, Berufsausübungsgemeinschaft aller Arten oder ärztlich geleiteten Versorgungszentren.

 

Durch Kooperation mit ärztlichen Genossenschaftsorganisationen versucht der NAV-Virchow-Bund zunehmend für größere Regionen Versorgungsverträge flächendeckend zu gestalten. Wenn die Krankenkassen per Gesetz das Recht zu direkten und selektivenVerträgen erhalten haben, die zu einer besseren Vergütung außerhalb der Kollektivverträge führen können, will der NAV-Virchow-Bund seinen Mitgliedern diese Chance bieten, ohne dass der einzelne Arzt in Abhängigkeit von der Krankenkasse gerät.

 

Wenn wir verhindern wollen, dass künftig private Kapitalgesellschaften inklusive privater Klinikbetreiber die ambulante Versorgung schrittweise in die Hände bekommen, müssen wir gemeinsam handeln.

 

Dies bedeutet, dass der NAV-Virchow-Bund bei allem Verständnis für fachspezifische Interessen den Schwerpunkt seiner Aktivitäten auf die Rahmenbedingungen ärztlichen Handelns legt. Die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes wird auch künftig dadurch geleitet sein, das Vertrauen zwischen Patient und Arzt als zentrales Element unseres Berufes zu erhalten.

 

Hierauf abgestimmt war das Thema des Impulsreferates des öffentlichen Teils der Veranstaltung, das diesmal von der Bundesjustizministerin a. D. und stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, gehalten wurde: „Vertrauensschutz – Datensicherheit – informationelle Selbstbestimmung: das Arzt-Patienten-Verhältnis im Zeitalter der Informationstechnologie“.

Die Aktivitäten des NAV-Virchow-Bundes werden auch künftig geleitet sein von der Interessenvertretung aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und dem Vorrang der ambulanten Versorgung. Der Verband wendet sich gegen eine Bedrohung der freiberuflichen Berufsausübung durch eine übermäßige staatliche Regulierung. Bei aller Systemkritik und trotz der Angriffe auf die Freiberuflichkeit haben wir einen schönen und erfüllenden Beruf. Es ist wichtig dafür einzutreten, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet sind, dass die tägliche Berufsausübung auch künftig Freude bereitet.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Virchowbund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
Landesgruppe Saarland
Landesvorsitzender: Dr. Nikolaus Rauber
Rheinstraße 35
66113 Saarbrücken
Tel.: 06 81 / 97 17 23 3
Fax: 06 81 / 97 17 23 5
E-Mail: nav-virchowbund.saarland@t-online.de

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Tel: 030 / 28 87 74 0
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