COVID-19

FAQ für niedergelassene Ärzte

Hier beantworten wir Fragen zu Behandlung und Abrechnung von Patienten mit COVID-19 in den Praxen. Bitte beachten Sie, dass es in einigen Fällen regionale Abweichungen geben kann. Fragen Sie im Zweifel Ihre KV.

Wenn Ihre Frage hier noch nicht beantwortet wird, wenden Sie sich an unsere Rechtsberatung unter 030 / 28 87 74 - 125 bzw. recht@virchowbund.de. Nutzen Sie auch die PraxisNachrichten der KBV.

Abrechnung

Alle ärztlichen Leistungen, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 erforderlich sind, werden aus der MGV vergütet. Eine Erhöhung der MGV ist – nach Abgleich der Entwicklung der tatsächlichen Leistungsmenge mit der vereinbarten Steigerung der MGV – weiterhin möglich. Wichtig für die Abrechnung ist, dass Sie dazu die Ziffer 88240 an allen Tagen dokumentieren, an denen Sieden Patienten wegen des begründeten klinischen Verdachts auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus behandelt haben. Nicht mehr nötig ist die Ausnahmekennnummer 32006, um den Wirtschaftlichkeitsbonus zu erhalten.

Auch Privatpraxen dürfen Leistungen (Test, Impfung) erbringen und abrechnen.

Tests werden bei Personen

  • mit Symptomatik nach EBM
  • ohne Symptomatik nach der TestVO

abgerechnet. Die Abrechnung nach TestVO funktioniert über eine Pauschale für Abstrich, Gespräch, Ergebnismitteilung und Attest.

Übersichts-Schemata über Ansprüche auf Tests, Abrechnung, Kodierung & Co. finden Sie weiter unten unter Downloads.

 

Abrechnung nach EBM / TestVO

Die Abrechnung folgt den RKI-Kriterien. Unterschieden wird zwischen

1. symptomatischen Patienten

  • GOP 02402 (8 Euro)
  • GOP 02403 (7 Euro) für den Zuschlag, wenn in dem Quartal keine Versicherten-Grund-, Konsiliar- oder Notfallpauschale abgerechnet wird
  • Kennziffer 88240 für die Vergütung von Corona-Leistungen
  • Kennziffer 32006 für Laborkosten (keine Belastung des Laborbudgets)

 

2. asymptomatischen Patienten mit Kontakt zu Infizierten

  • 88301 Warnung durch Corona-App
  • 88302 in medizinischen Einrichtungen
  • 88303 in Gemeinschaftseinrichtungen
  • 88304 in Pflege- und Wohneinrichtungen
  • 88305 in sonstigen Einrichtungen

 

3. Tests zur Prävention z. B. vor Aufnahme in ein Altenheim

  • 88306 in medizinischen Einrichtungen
  • 88307 in Pflege- und Wohneinrichtungen
  • 88308 in sonstigen Einrichtungen
  • 88309 Rückkehrer aus ausländischem Risikogebiet
  • 88310 Rückkehrer aus inländischem Risikogebiet, Bürgertestung

 

Abrechnung von Antigen-Schnelltests

  • 88310 Abstrich im Rahmen der "Bürgertestung" (8 Euro)
  • 88311 Ärztliche Schulung zur Anwendung und Auswertung von PoC-Antigen-Tests in nicht-ärztlich geführten Einrichtungen für patientennahen PoC-Antigen-Test (70 Euro)
  • 88312 Vergütung von Sachkosten von PoC-Antigen-Tests (3,50 Euro)
  • 88314 Überwachung eines Antigen-Tests zur Eigenanwendung (5 Euro)

Bei Schnelltests wird an die jeweilige Abstrich-Pseudoziffer der Buchstabe „P“ angehängt (z. B. 88310P).

Praxisärzte und -mitarbeiter haben 1x/Woche Anspruch auf präventive Antigentests. Positive Tests müssen mittels PCR bestätigt werden.

 

Bei telefonischer Beratung eines bekannten Patienten können Sie GOP 01434 als Zuschlag zur GOP 01435 ansetzen.

  • HNO-Ärzte, fachärztlich tätige Internisten, Dermatologen, Gynäkologen, Orthopäden, Fachärzte für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen sowie Urologen können den Zuschlag fünfmal pro Patient abrechnen. Alle anderen Fachärzte dürfen ihn nur zweimal ansetzen.
  • Für Psychiater, Psychotherapeuten und ähnliche Fachgruppen gilt die GOP 01433. Diese kann für bis zu 200 Gesprächsminuten angesetzt werden.

Der Patient muss in den letzten 6 Quartalen mindestens 1 Mal in der Praxis gewesen sein. Je nach Fachgruppe gelten weitere Einschränkungen. In einigen Fällen wird das Budget der GOP mit dem allgemeinen Budget für Gesprächsleistungen verrechnet.

 

Abrechnung nach GOÄ

Bis zum 30.6.2021 können Sie für jeden unmittelbaren Arzt-Patientenkontakt eine Hygienepauschale für erhöhten Hygieneaufwand in der PKV abrechnen. Die Pauschale ist zum 1,0-fachen Satz nur bei unmittelbarem, persönlichen Kontakt im Rahmen einer ambulanten Behandlung anwendbar. Bei Berechnung der Analoggebühr nach Nr. 245 GOÄ kann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht zeitgleich durch Überschreiten des 2,3-fachen Gebührensatzes für die in der Sitzung erbrachten ärztlichen Leistungen berechnet werden.

Für längere telefonische Beratungen ist die mehrfache Berechnung der Nr. 3 GOÄ , je vollendete 10 Minuten, möglich. Voraussetzung ist, dass das Aufsuchen des Arztes pandemiebedingt nicht möglich bzw. zumutbar ist, eine Videoübertragung nicht durchgeführt und die Patientenversorgung auf andere Weise nicht gewährleistet werden kann.

Mehr im Praxisärzte-Blog:

 

Zahnärzte können für jede Sitzung eine Corona-Hygiene-Pauschale von 6,19 Euro abrechnen, um die Kosten für Schutz­kleidung und Hygieneaufwand abzufedern. Diese Extravergü­tung in analoger Anwendung der GOZ Nr. 3010 gilt bis zum 30.6.2021.

Kodierung

Häufige Codes im Zusammenhang mit SARS-CoV-2

  • U07.1 G COVID-19, Virus nachgewiesen
  • U07.2 G COVID-19, Virus nicht nachgewiesen
  • U09.9 G Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
  • U10.9 G Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet
  • U99.0 G Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
  • Z20.8 G Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten
  • Z22.8 G Keimträger sonstiger Infektionskrankheiten
  • J06.9 G Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet
  • R43.8 G Sonstige und nicht näher bezeichnete Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns
  • J12.8 G Pneumonie durch sonstige Viren
  • U11.9 G Notwendigkeit der Impfung gegen COVID‐19, nicht näher bezeichnet
  • U12.9 Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID‐19‐Impfstoffen, nicht näher bezeichnet

Post-COVID-19-Symptome

Beispiel: Patient mit COVID-19 in der Eigenanamnese

Ein Patient war vor etwa drei Monaten an COVID-19 erkrankt. Er stellt sich nun mit Herzklopfen und unregelmäßigem Herzschlag vor. Die Diagnostik ergibt keinen krankhaften Befund.

  • Sie kodieren:
    • R00.2 G Palpitationen
    • U08.9 G COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet

 

Beispiel: Patient mit Symptomatik im Zusammenhang mit einer überstandenen COVID-19-Erkrankung

Ein Patient wird seit etwa einem halben Jahr aufgrund einer COVID-19-Erkrankung behandelt. COVID-19 liegt nicht mehr vor. Jedoch leidet er weiterhin an ausgeprägten Erschöpfungszuständen. Jetzt treten auch Konzentrations- und Schlafstörungen auf. Ein Zusammenhang des aktuellen Zustandes mit der vorausgegangenen Coronavirus-Krankheit ist sehr wahrscheinlich.

  • Sie kodieren:
    • G93.3 G Chronisches Müdigkeitssyndrom
    • U09.9 G Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet

 

Die Behandlungsleitlinie für Post-COVID bzw. Long-COVID finden Sie unter Downloads.

Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle melden

Behandelnde Ärzte sind verpflichtet, alle Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle ihrer Patienten im Zusammenhang mit dem Corona-Virus dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden, in dessen Bezirk sich die betroffene Person aufhält oder zuletzt aufhielt. Die Meldung muss innerhalb von 24 Stunden dem zuständigen Gesundheitsamt vorliegen. Näheres zu den Personen, die zur Meldung verpflichtet sind, regelt Paragraf 8 des Infektionsschutzgesetzes.

Bei der namentlichen Meldung müssen Sie Angaben zur betroffenen Person und zu sich als Melder machen. Außerdem – soweit möglich – auch zum Infektionsweg, einschließlich Umfeld, in dem die Übertragung wahrscheinlich stattgefunden hat (mit Name, Anschrift und weiteren Kontaktdaten der Infektionsquelle und dem wahrscheinlichen Infektionsrisiko).

Im weiteren Behandlungsverlauf müssen Sie das Behandlungsergebnis (Genesungsstatus) und den Serostatus (ob spezifische Antikörper im Blut vorhanden sind melden.

Sonderregelungen für die ambulante Versorgung

Pandemiebedingte Unterschreitung des Versorgungsauftrages

Ärzte und Psychotherapeuten, die ihre Sprechzeiten beispielsweise infolge fehlender Schutzausrüstung oder einer Anordnung des Gesundheitsamtes zeitweise reduzieren mussten, bleiben von Honorarkürzungen verschont.

 

Telefonische Krankschreibung

Bekannte und unbekannte Patienten können nach telefonischer Befunderhebung für bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Voraussetzung ist, dass die Versicherten an einer Erkrankung der oberen Atemwege ohne schwere Symptomatik leiden. Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen.

Eine fortdauernde Krankschreibung nach telefonischer Befunderhebung kann einmalig für einen weiteren Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen ausgestellt werden.

Gilt bis: 30. September 2021

 

Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese

Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel und Heilmittel dürfen auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Arzt durchgeführt wurde. Die Verordnung kann dann per Post an den Versicherten zugestellt werden (Pseudo-GOP 88122, 90 Cent).

Gilt bis: 30. September 2021 

 

Telefon-Konsultation

Die Gebührenordnungspositionen (GOP) 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) und die GOP 01434 (65 Punkte / 7,14 Euro) können abgerechnet werden auch wenn der Patient im selben Quartal in die Praxis kommt oder Sie per Videosprechstunde konsultiert. Dabei gibt es 4 unterschiedlich hohe „Telefon-Kontingente“ für die einzelnen Fachgruppen (Übersicht unter Downloads).

Möglich ist die Abrechnung nur bei bekannten Patienten. Als „bekannt“ gilt ein Patient, wenn er in den letzten sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, mindestens einmal in der Praxis war.

Gilt bis: 30. September 2021

 

Videosprechstunde und Videobehandlung

Ärzte und Psychotherapeuten können unbegrenzt Videosprechstunden anbieten. Eine Videobehandlung bei psychiatrischer häuslicher Krankenpflege (pHKP), Soziotherapie und Heilmitteln ist möglich, wenn nicht in Präsenz möglich und der Patient damit einverstanden ist.

Eine Krankschreibung per Video kann bei erstmaliger Feststellung für maximal sieben Kalendertage ausgestellt werden. Danach muss der Patient die Praxis aufsuchen, falls er weiterhin krank sein sollte. Der Patient muss der Praxis bekannt sein und die Krankheit in einer Videosprechstunde untersucht werden können.

In der Online-Sprechstunde ist eine Folgeverordnung nur erlaubt, wenn der Patient für die erste Krankschreibung persönlich in der Praxis war. Dann kann er auch für einen längeren Zeitraum krankgeschrieben werden.

Gilt bis: 30. September 2021

 

Vorlagefrist für Verordnungen

Die Frist zur Vorlage von Verordnungen bei der Krankenkasse kann für häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung und Soziotherapie von 3 Tage auf 10 Tage verlängert werden.

 

Zuschläge zu den Chronikerpauschalen

Die Zuschläge zu den hausärztlichen Chronikerpauschalen (GOP 03221/04221) können schon bei mindestens 1 (statt 2) persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt und zusätzlich einem Kontakt im Rahmen einer Videosprechstunde oder Telefonkonsultation berechnet werden. 

Gilt bis: 30. September 2021

 

Krankentransporte

Krankentransporte zur ambulanten Behandlung von nachweislich an COVID-19 Erkrankten dürfen ohne Genehmigung der Krankenkassen verordnet werden (auch bei behördlich angeordneter Quarantäne). Die ambulante Behandlung, zu der ein Krankentransport verordnet wird, muss zwingend medizinisch notwendig und nicht aufschiebbar sein.

Gilt bis: epidemische Lage von nationaler Tragweite endet

 

Verordnung von häuslicher Krankenpflege

Folgeverordnungen dürfen rückwirkend ausgestellt werden für bis zu 14 Kalendertage. Rückwirkende Verordnungen müssen nur noch bei Erstverordnungen begründet werden.

Gilt bis: 30. September 2021 

 

Entlassmanagement

Krankenhäuser dürfen zum Übergang in die ambulante Versorgung für bis zu 14 Tage Leistungen veranlassen und Bescheinigungen ausstellen.

Gilt bis: epidemische Lage von nationaler Tragweite endet

 

U-Untersuchungen

Die Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten der Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 sowie U9 dürfen überschritten werden.

Gilt bis: epidemische Lage von nationaler Tragweite endet – und bis zu 3 Monate darüber hinaus

 

Qualitätsmanagement

Die Kassenärztlichen Vereinigungen können bestimmte Qualitätssicherungs-Maßnahmen weiterhin aussetzen oder von den Bundesvorgaben abweichen.

Gilt bis: längstens 30. September 2021

 

Fortbildung

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird biszum Ende der Pandemie verlängert, auch für Ärzte und Psychotherapeuten, die bereits mit Honorarkürzungen und Auflagen zum Nachholen der Fortbildungen innerhalb von zwei Jahren belegt wurden.

Gilt bis: epidemische Lage von nationaler Tragweite endet

 

Nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa)

Nichtärztliche Praxisassistenten können schon vor Abschluss ihrer Fortbildung tätig werden, wenn die bereits begonnene Fortbildung noch läuft und der voraussichtliche Abschluss der Fortbildung bis zum 30. September 2021 erfolgt. Auch die Frist für den Nachweis des Refresher-Kurses wird um 15 Monate verlängert, sofern die 3-Jahres-Frist im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 30. September 2021 endet.

Gilt bis: 30. September 2021

Post-COVID und Long-COVID

Für die Behandlung von Patienten mit Post-COVID bzw. Long-COVID ist im August 2021 eine erste Leitlinie erschienen. Unter Downloads können Sie sie herunterladen.

COVID-19 als Berufskrankheit

Im Verdachtsfall auf eine Berufskrankheit muss der behandelnde Arzt und/oder Arbeitgeber eine Berufskrankheits-Anzeige (BK-Nr. 3101) erstatten. Dafür brauchen Sie

  • ein positives Testergebnis
  • entsprechende Krankheitsanzeichen
  • einen vermuteten Infektionsweg über die berufliche Tätigkeit (direkter Kontakt mit einer Person hatte, die wahrscheinlich oder bestätigt mit COVID-19 infiziert war)

Als direkter Kontakt wird z. B. eine körperliche Untersuchung oder Kontakt mit Atemwegssekret oder anderen Körperflüssigkeiten gewertet.

Treten nach einem direkten Kontakt Krankheitssymptome auf, übernimmt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die Kosten für einen PCR-Test, weil dieser zur Feststellung einer Berufskrankheit notwendig ist. Eine Überweisung an einen D-Arzt ist nicht nötig. Nutzen Sie für die Berufskrankheits-Anzeige die PDF-Formulare der BGW.

Für Tests, die zu Schutzzwecken ohne Krankheitssymptome durchgeführt werden, werden keine Kosten übernommen.

Untersuchung auf Mutationen (Virusvarianten)

Eine Untersuchung auf eine Virusvariante kann mit dem „normalen“ PCR-Test beim Labor beauftragt werden oder im Nachgang, wenn ein positives Ergebnis vorliegt.

Indikatoren für eine Virusvariante können sein:

  • besondere Reaktionsmuster in der Laboranalyse
  • die Person hatte Kontakt zu einem Fall mit einer Virusvariante
  • Fälle nach Impfung
  • unerwartete Krankheitsschwere oder unerwarteter klinischer Verlauf
  • vorheriger Aufenthalt in Ländern, in denen neue Virusvarianten auftreten

Monoklonale Antikörper

Monoklonale Antikörper gegen das Spike-Protein können in der frühen Krankheitsphase die SARS-CoV-2-Viruslast bei leichter bis moderater COVID-19-Erkrankung senken. Sie sind damit eine der Optionen antiviraler Therapie von COVID-19.

Therapie-Voraussetzungen:

  • Diagnose einer leichten bis moderaten COVID-19-Erkrankung
  • frühe Phase der Erkrankung (ideal: maximal 10 Tagen nach Symptombeginn)
  • mindestens zwölf Jahre alt, Gewicht von mindestens 40 kg
  • Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf

Die antikörperhaltigen Arzneimittel sind in Europa bislang nicht arzneimittelrechtlich zugelassen. Einige (u. a. Bamlanivimab/Etesevimab und Casirivimab/Imdevimab) verfügen in den USA über eine Notfallzulassung. Die Anwendung und Vergütung dieser nicht zugelassenen Arzneimittel wird durch die Monoklonale- Antikörper-Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 21. April 2021 geregelt. Weitere Informationen im Bereich Downloads.

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