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Entschärfung: Landesgruppe begrüßt Neufassung der Labor-Richtlinie

Berlin, 26. September 2014 - Die Landesgruppe Berlin/Brandenburg des NAV-Virchow-Bundes begrüßt die Neufassung der Richtlinie der Bundesärztekammer (Rili-BÄK) zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen. „Die aktualisierte Fassung der Richtlinie bedeutet für die niedergelassenen Ärzte eine deutliche Entschärfung gegenüber den bisherigen Vorschriften“, erklärte Dipl.-Med. Mathias Coordt, Vorsitzender der Landesgruppe.

Teststreifen in der Arztpraxis - Landesgruppe begrüßt entschärfte Richtlinie (© Alexander Raths - Fotolia.com)

Diese hatte sich im vergangenen Jahr für eine rasche Änderung der Richtlinie stark gemacht, nachdem in der Praxis deutlich geworden war, dass der Gewinn für die Patientensicherheit in keinem Verhältnis zum bürokratischen Aufwand stand. Denn nach der alten Fassung mussten einfache Laboruntersuchungen in Arztpraxen, wie zum Beispiel Urinschnelltests und Blutzuckermessungen, die gleichen Standards erfüllen wie komplexe Untersuchungen in Laboratorien. Diesen Missstand hatte die Landesgruppe Berlin/Brandenburg im letzten Jahr öffentlich angeprangert und mit Unterstützung ihrer Mitglieder für eine Änderung gekämpft. Nach der Neufassung gilt die Verpflichtung zur externen Qualitätssicherung (Ringversuche) nicht mehr für Untersuchungen mit Unit-use-Reagenzien im Rahmen der patientennahen Sofortdiagnostik in Praxen niedergelassener Ärzte sowie bei medizinischen Diensten ohne Zentrallabor (B1, 2.2, Absatz 3).

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Anliegen auf offene Ohren gestoßen sind und die niedergelassenen Ärzte nun explizit von einigen Regelungen ausgenommen sind“, sagte Coordt. „Je weniger bürokratischer Ballast in einer Arztpraxis anfällt, desto eher wird man den medizinischen Nachwuchs für die ambulante Tätigkeit begeistern können“, ist sich der Landesvorsitzende sicher.

Die aktualisierte Fassung der Richtlinie zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen finden Sie im Deutschen Ärzteblatt Nr. 38 vom 19. September 2014, S. A 1583 ff.

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