Landesgruppen Baden-Württemberg Bayern Saarland Rheinland-Pfalz Hessen Nordrhein Westfalen-Lippe Niedersachsen / Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mecklenburg-Vorpommern Berlin/Brandenburg

Aktuelles

Förderung von Arztnetzen: Politik erkennt Potentiale von Netzen in der Versorgung

Berlin, 14. September 2011 - Kassenärztliche Vereinigungen können zukünftig organisierte Ärztenetze bevorzugen, dies sieht ein Änderungsantrag der Koalitionsparteien zum derzeit beratenen GKV-Versorgungsstrukturgesetz vor. Der Änderungsantrag sieht die Möglichkeit vor, dass die Kassenärztliche Vereinigung einem Praxisnetz ein eigenes Honorarbudget oder Honorarvolumen als Teil der Gesamtvergütungen zuweisen kann. Dieses Budget kann das Praxisnetz in eigenständiger Verteilung an die an diesem Netz teilnehmenden Ärzte verteilen.

Ein großer Schritt in Richtung einer besseren Versorgung: Dr. Veit Wambach begrüßt den Änderungsantrag der Koalition

Dies bewertet die Agentur deutscher Arztnetze e.V. als einen „großen Erfolg, Praxisnetze und Gesundheitsverbünde in der zukünftigen Versorgung zu stärken und deren Leistungen zu fördern“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Veit Wambach.

Dadurch ergebe sich erstmals eine gewisse Basisfinanzierung für Praxisnetze, die sie von Industrie und Krankenkassen unabhängig sein lässt und das Thema Qualität und Ergebnis zugunsten der Patienten stärker in den Mittelpunkt der Netzbemühungen stellt. Indirekt werde damit aber auch bei den Krankenkassen der Gedanke gestärkt, mit Netzen indikationsübergreifende Vollversorgungsverträge abzuschließen.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen entwickeln hierfür zur Identifikation oder Anerkennung besonders förderungswürdiger Praxisnetze Kriterien in Form von Richtlinien.

„Hier kann die Agentur deutscher Arztnetze – ein Zusammenschluss aus den größten und erfolgreichsten Arztnetzen und Gesundheitsverbünden – bereits fertige Vorlagen liefern. Zahlreiche Mitgliedsnetze haben mittlerweile Kriterienkataloge zu Zusammensetzung und Managementvoraussetzungen im Netzwerk, Qualitätskriterien und -anforderungen, Patientenorientierung, Grad der Verbindlichkeiten und Sanktionsmöglichkeiten erarbeitet“, erläutert Dr. Wambach.

Die Agentur deutscher Arztnetze e.V. wertet die Initiative der Koalitionsparteien als ein positives Signal. „Endlich erkennt die Politik die Bedeutung vernetzter Strukturen im Gesundheitswesen an und fördert deren Ausbreitung in die Fläche. Dadurch verbessert sich die Versorgung, wird dem Ärztemangel begegnet und lassen sich Alltagsthemen, wie die bessere Vermittlung von Facharztterminen besser koordinieren“, erklärt Dr. Wambach.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Virchowbund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
Leiter der Pressestelle: Klaus Greppmeir
Pressereferent: Adrian Zagler
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 - 0
Fax: 030 / 28 87 74 - 115
E-Mail: presse@virchowbund.de
Web: www.virchowbund.de
Twitter: www.twitter.com/virchowbund

Mediacenter

Fotos, Videos und andere Downloads finden Sie in unserem Mediacenter.

Zu den Downloads

Ansprechpartner

Klaus Greppmeir
Hauptgeschäftsführer
Leiter der Pressestelle

Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 0
Fax: 030 / 28 87 74 115
klaus.greppmeir@virchowbund.de