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Honorar-Abschluss ist inakzeptabel – Gesundheitsminister Bahr muss nachbessern

Berlin, 31. August 2012 - Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland fordern Bundesgesundheitsminister Bahr auf, den gestern erzielten Honorar-Abschluss nachzubessern. „Dieses Ergebnis ist inakzeptabel“, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Dirk Heinrich.

Soll Honorarabschluss revidieren, Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP)

„Der Beschluss konterkariert alle gesetzgeberischen Maßnahmen des Versorgungsstrukturgesetzes, das verhindern sollte, dass die medizinische Versorgung ganzer Landstriche durch Ärztemangel ausblutet“, erläutert Dr. Heinrich.

Zwar bestünde in den Nachverhandlungen in der kommenden Woche noch die Möglichkeit nachzubessern, aber das werde unterm Strich keine signifikante Steigerung mehr bringen. „Der einseitige Schlichterspruch bringt pro Arzt müde 150 Euro mehr im Monat. Das bedeutet, dass die niedergelassenen Ärzte die Inflation für 5 Jahre, also von 2009 bis 2013, die steigenden Gehälter ihrer Angestellten und die Betriebskosten, wie die explodierenden Strom- und Energieausgaben, aus der Substanz bezahlen müssen“, erläutert der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes. Zudem trage die niedergelassene Ärzteschaft jetzt die Last der steigenden Morbidität, also die zunehmende Krankheitslast der Patienten durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung.

„Die Veränderung des Orientierungspunktwertes an der 2. Stelle hinterm Komma (von derzeit 3,5048 auf 3,5363 Cent) ist ein verheerendes Signal an die nachfolgende Arztgeneration. Für Landarztpraxen werden sich keine Nachfolger finden, Ärzte über 60 Jahre werden nun die Praxen früher als geplant abgeben. Die Wartezeiten werden ebenso zunehmen wie der Ärztemangel. Hier müssen auch die Landespolitiker, Landräte und Bürgermeister auf den Bundesgesundheitsminister einwirken, dass er diesen desolaten Honorarabschluss revidiert“, fordert Dr. Heinrich.

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