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Aktuelles

Honorarrunde 2015: "Keines der Ziele ist erreicht worden"

Berlin, 27. August 2014 - Zu den Ergebnissen der Honorarverhandlungen erklärt Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, NAV-Virchow-Bund: „Keines der von der KBV gesteckten Ziele ist erreicht worden. Es gibt nur einen sehr verhaltenen Einstieg in feste Preise und ein Ende der Budgetierung ist nicht in Sicht. Selbst die Angleichung des Orientierungspunktwertes gleicht nicht einmal die Inflationsrate aus.

"Verhandlungen wie in diesem Jahr reichen nicht aus." - Dr. Dirk Heinrich (© Lopata/axentis)

Es zeigt sich deutlicher denn je, dass die Verhandlungen, so wie sie in diesem Jahr gelaufen sind, nicht ausreichen, um den Willen der niedergelassenen Ärzteschaft deutlich zu machen und von den Kassen die erforderlichen Mittel für die ambulante Versorgung unserer Patienten einzufordern. Wir werden nun den Widerstand der Praxisärzte organisieren müssen, um grundlegende Veränderungen in der Honorarpolitik zu erzwingen. So wie die Verhandlungen in diesem Jahr gelaufen sind, kann es nicht weitergehen.

Eine Steigerung des Orientierungspunktwertes um 1,4 % deckt weder die inflationsbedingten Mehrkosten noch beseitigt sie den Investitionsstau in den Arztpraxen. Die Bereitstellung von 132 Millionen Euro für Strukturmaßnahmen wird insbesondere bei den Hausärzten zu Verwerfungen führen, weil nur Praxen, die Verorgungsassistenten vorhalten davon profitieren werden. Hier ist von hausärztlicher Seite schlichtweg schlecht verhandelt worden, da diese Grenze rein willkürlich gezogen wurde und wichtige Versorgerpraxen beispielsweise in Städten schlichtweg leer ausgehen. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 24. September muss hier noch nachverhandelt werden, damit alle Hausärzte von dieser Förderung profitieren können.

Ein kleiner Lichtblick ist da die Erhöhung der fachärztlichen Grundpauschalen um ebenfalls 132 Millionen Euro, da diese außerhalb der budgetierten Gesamtvergütung gezahlt werden. Ein weiterer Lichtblick könnte die Protokollnotiz sein, dass der kalkulatorische Arztlohn bei der EBM-Reform 2016 angepasst und nicht mehr der Beitragssatzstabilität unterworfen werden soll. 

Für uns ist eines klar: Die Institution KBV braucht bei ihrer Honorarpolitik jetzt starke Verbände an ihrer Seite, um die notwendigen Veränderungen einzuleiten. Und die Kassen müssen den organisierten Widerstand der Praxisärzte zu spüren bekommen. Mit den Vorbereitung dafür wollen wir in diesem Jahr noch beginnen und uns auf unserer Bundeshauptversammlung die dafür erforderliche inhaltliche und formale Zustimmung einholen.“

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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