Landesgruppen Baden-Württemberg Bayern Saarland Rheinland-Pfalz Hessen Nordrhein Westfalen-Lippe Niedersachsen / Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mecklenburg-Vorpommern Berlin/Brandenburg

Aktuelles

Kassen in die Pflicht - NAV-Virchow-Bund fordert rasche Umsetzung der neuen Heilmittel-Richtlinien

Berlin/Saarbrücken, 21. März 2011 - „Die Krankenkassen müssen schnellstens in die Kostenverantwortung bei der Verschreibung von Heilmitteln eingebunden werden“, fordern der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich, sowie der Vorsitzende der Landesgruppe Saarland, Dr. Nikolaus Rauber, in einer gemeinsamen Erklärung. Dazu sei es dringend notwendig, die bereits im Januar 2011 vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Neufassung der Heilmittel-Richtlinien rasch umzusetzen. „Die derzeitige Verzögerung geschieht sowohl auf dem Rücken der Patienten, die Heilmittel im Zweifel nicht verschrieben bekommen können, wie auch zu Lasten der Ärzte, die der Regressgefahr rückhaltlos ausgesetzt sind“, kritisieren Dr. Heinrich und Dr. Rauber.

Bislang weigern sich die Krankenkassen, im Vorfeld einer Therapie, Heilmittel-Verordnungen zuzustimmen. „Wir erleben eine paradoxe Situation: Die Kassen stehlen sich zunächst aus der Verantwortung nur um später bei einer möglichen Überschreitung des Richtgrößenvolumens den Arzt zur Kasse zu bitten“, hebt Dr. Heinrich hervor. „Wir Ärzte brauchen für die notwendige Behandlung dieser schwerkranken Patienten endlich Sicherheit. Dies geht nur mit einer festen Kostenzusage seitens der Krankenkassen, wie sie der G-BA beschlossen hat“, appelliert Dr. Rauber. „Die darin vorgesehene Statusfeststellung kann zu einer erheblich geringeren Regressgefahr für Ärzte führen“, sagt der saarländische Landesvorsitzende weiter.

Mit dem G-BA-Beschluss soll Menschen mit schwerwiegenden Behinderungen und chronischen Erkrankungen der Zugang zu Heilmitteln, wie Physio- oder Ergotherapien, erleichtert werden. Ärzten von betroffenen Patienten kann zukünftig eine langfristige Genehmigung zur Heilmittelverordnung erteilt werden. Voraussetzung ist dann lediglich eine einmalige Statusfeststellung, die mindestens ein Jahr gültig ist. Aufgrund der rechtlichen Prüfung des Beschlusses durch das Bundesministerium für Gesundheit liegt die geänderte Heilmittel-Richtlinie derzeit auf Eis.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Virchowbund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
Leiter der Pressestelle: Klaus Greppmeir
Pressereferent: Adrian Zagler
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 - 0
Fax: 030 / 28 87 74 - 115
E-Mail: presse@virchowbund.de
Web: www.virchowbund.de
Twitter: www.twitter.com/virchowbund

Mediacenter

Fotos, Videos und andere Downloads finden Sie in unserem Mediacenter.

Zu den Downloads

Ansprechpartner

Klaus Greppmeir
Hauptgeschäftsführer
Leiter der Pressestelle

Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 0
Fax: 030 / 28 87 74 115
klaus.greppmeir@virchowbund.de