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Kassen-Kritik an IGeL ist ignorant und scheinheilig

Berlin, 22. September 2011 - Als ignorant, bewusst irreführend und scheinheilig bezeichnet der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte, Dr. Dirk Heinrich, die Auslassungen des GKV-Spitzenverbandes, Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) widersprächen dem ärztlichen Ethos und seien nutzlos und überflüssig.

Sinnvolle Zusatzleistung: Schutzimpfungen vor Reisen (© Digitalpress - Fotolia.com)

„Diese Äußerungen zeigen die Ignoranz der Kassenspitze vor der Tatsache, dass die Kassen unter dem Druck jahrelanger Budgetierung viele Leistungen heute nicht mehr zahlen“, erklärt der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes. Den Patienten sei das aus eigener leidvoller Erfahrung bewusst. Stattdessen würden Kassen immer wieder die Eigenverantwortung des Patienten fordern und wenn Patienten nun eigenverantwortlich entscheiden, werden sie für unmündig erklärt. „Das ist das Bild, das die Kassenbosse offenbar von ihren Versicherten haben: unselbständige Wesen, die durch ihre Kasse bevormundet werden müssen“, vermutet Dr. Heinrich.

„Diese Äußerungen sind bewusst irreführend, weil medizinische Leistungen, die als IGeL möglich sind, auch sinnvoll sein können. Dies ist aber eine Entscheidung, die Arzt und Patient zu treffen haben und der Patient von heute ist aufgeklärt und selbstbewusst genug, für sich selbst zu bestimmen.

Zudem sind diese Äußerungen scheinheilig, so lange einige Krankenkassen selbst medizinisch fragwürdige Leistungen wie Heilpraktikerbehandlungen oder Akupunkturen über Wahltarife von der Solidargemeinschaft bezahlen lassen“, unterstreicht Dr. Heinrich.

Der NAV-Virchow-Bund betont in diesem Zusammenhang, dass es für IGeL klare Regeln gibt: Erforderlich sind zunächst ausführliche Informationen durch den Arzt, eine Bedenkzeit für den Patienten, ein schriftlicher Behandlungsvertrag und eine transparente und verständliche Rechnung. Das alles ist heute gelebte Realität.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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