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Ohne ausreichende Finanzierung keine "Soziotherapie"

Köln, 07. Juni 2000 - "Ohne Rücksicht auf die starren Budgetierungen im Gesundheitswesen, die bereits heute zu Rationierung von Leistungen führen, forciert die Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer die Einführung der neuen Leistung "Ambulante Soziotherapie" mit zusätzlichen Ausgaben von mehreren Hundert Millionen Mark für die Krankenkassen. Dies ist reine Befriedigung ihrer grünen Wählerklientel", erklärte heute der Bundesvorsitzende des NAV-Virchowbundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Maximilian Zollner, und forderte die Bundesgesundheitsministerin auf, mit der Aufnahme der "Soziotherapie" in den Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherung so lange zu warten, bis eine solide Gegenfinanzierung gesichert sei.

Dr. Zollner kritisierte, dass durch die Einführung der "Ambulanten Soziotherapie", mit der die stationäre Versorgung chronisch psychisch Kranker vermieden werden soll, weitere Leistungen in den ambulanten Bereich ohne eine ausreichende Finanzierung verlagert würden. Dies führe unweigerlich zur Rationierung anderer notwendiger Leistungen, die dann wieder den Ärzten angelastet würden.

Es sei unverständlich, daß die Bundesgesundheitsministerin aus gemachten Erfahrungen nicht lerne und erneut einen Sündenfall begehe: Bei der Aufnahme der nichtärztlichen Psychotherapeuten in die vertragsärztliche Versorgung sei auch immer wieder versichert worden, daß die Finanzierung dieser zusätzlichen Leistung garantiert sei, letztendlich müsse aber der Punktwert der Psychotherapeuten jetzt aus den Honoraren der Vertragsärzte gestützt werden.

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