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PATIENTEN NICHT INSTRUMENTALISIEREN: KEIN SCHWARZE-PETER-SPIEL UM ARZNEIMITTEL-AUSGABEN

25. August 2005 - eur Berlin, 25. August 2005 – Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, wird in der heutigen Bild-Zeitung zitiert, Ärzte müssten bei der Eindämmung der Arzneimittelausgaben mitmachen, sonst gäbe es keine Chance auf weitere Beitragssenkungen. Dazu erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte, NAV-Virchow-Bund, Dr. Maximilian Zollner:
„Der AOK Bundesvorstand soll dieses unwürdige Schwarze-Peter-Spiel endlich aufhören und zu den Realitäten zurückkehren. Die Ausgaben für Arzneimittel betragen nur rund 15 Prozent der Gesamtausgaben für die gesetzliche Krankenversicherung. Dass im ersten Halbjahr dieses Jahres die Krankenhauskosten, die rund ein Drittel der Gesamtausgaben ausmachen, um vier Prozent gestiegen sind, erwähnt Dr. Ahrens mit keinem Wort. Jetzt die Entwicklung auf dem Kostensektor alleine den niedergelassenen Ärzten in die Schuhe schieben zu wollen und sie damit indirekt für Beitragserhö-hungen der AOK verantwortlich zu machen, ist unredlich.

eur Berlin, 25. August 2005 – Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, wird in der heutigen Bild-Zeitung zitiert, Ärzte müssten bei der Eindämmung der Arzneimittelausgaben mitmachen, sonst gäbe es keine Chance auf weitere Beitragssenkungen. Dazu erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte, NAV-Virchow-Bund, Dr. Maximilian Zollner:
„Der AOK Bundesvorstand soll dieses unwürdige Schwarze-Peter-Spiel endlich aufhören und zu den Realitäten zurückkehren. Die Ausgaben für Arzneimittel betragen nur rund 15 Prozent der Gesamtausgaben für die gesetzliche Krankenversicherung. Dass im ersten Halbjahr dieses Jahres die Krankenhauskosten, die rund ein Drittel der Gesamtausgaben ausmachen, um vier Prozent gestiegen sind, erwähnt Dr. Ahrens mit keinem Wort. Jetzt die Entwicklung auf dem Kostensektor alleine den niedergelassenen Ärzten in die Schuhe schieben zu wollen und sie damit indirekt für Beitragserhöhungen der AOK verantwortlich zu machen, ist unredlich.

Die Entwicklungen im Arzneimittelbereich waren größtenteils vorhersehbar und hätten in die Finanzentwicklung der Krankenkassen eingerechnet werden müssen. Von den Mehrausgaben im Arzneimittelbereich ist nur rund ein Drittel auf das Verordnungsverhalten der Ärzte zurückzuführen. Der Großteil des Kostenanstiegs ist politisch bedingt – so die gesetzliche Absenkung des Zwangsrabattes – oder hat seine Ursachen außerhalb der vertragsärztlichen Versorgung, wie in den DMPs oder der Integrierten Versorgung.
Das Verordnungsgeschehen in den Arztpraxen im ersten Halbjahr 2005 ist das Ergebnis einer gestiegenen Inanspruchnahme, beispielsweise durch die Grippewelle Anfang des Jahres, einer höhere Zahl von Patienten, die von Zuzahlungen bei Arzneimitteln befreit sind und durch das veränderte Verhalten von Patienten, die trotz Praxisgebühr wieder häufiger zum Arzt gehen.

Der AOK-Bundesvorstand sollte die Augen nicht davor verschließen, dass die Gesellschaft älter und kränker wird. Die Äußerungen von Dr. Ahrens sind ein durchsichtiger Versuch, Patienten zu instrumentalisieren. Das ist ein unwürdiges Spiel.“

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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