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Diagnosevergütung bleibt legal

Foto: Chinnapong / Adobe Stock

Aufatmen können alle, die an Versorgungsverträgen teilnehmen. Denn das geplante Verbot diagnosebezogener Vergütungen kommt nun doch nicht. Das Faire-Kassenwettbewerb-Gesetz (GKV-FKG) wurde dafür auf den letzten Metern noch einmal geändert.

Die ursprüngliche Version des Gesetzes hatte vorgesehen, dass Vergütungen und Diagnosen in keiner Relation zu einander stehen dürfen. Damit wollte die Bundesregierung Manipulationen in der Diagnosekodierung, die sich auf den Morbi-RSA auswirken, verhindern.

Die Allianz deutscher Ärzteverbände, der auch der Virchowbund angehört, und die AOK schlugen daraufhin Alarm: „Es besteht die Gefahr, dass besonders innovative Versorgungskonzepte künftig schlicht unmöglich gemacht werden.

Die genaue Definition der Diagnosen und der erforderlichen medizinischen Maßnahmen sorgt dafür, dass eine faire und aufwandsgerechte Vergütung der Ärzte vereinbart werden kann.“

Beispielsweise wäre bei der Dokumentation für den Morbi-RSA nicht mehr zwischen Diabetes Mellitus Typ I und Typ II unterschieden worden – zwei Krankheiten mit unterschiedlichen Ursachen und Behandlungsmethoden.

Die Politik reagierte auf die Intervention aus der Ärzteschaft und änderte den Gesetzestext vor der finalen Abstimmung. Verträge zwischen Ärzten und Kassen, in denen bestimmte Diagnosen als Voraussetzung für Vergütungen genannt werden, sind also weiterhin legal.

Zusätzlich sollen sämtliche Hausarztverträge und Verträge nach Paragraf 140a SGB V zentral erfasst werden.

 

Der Verband der niedergelassenen Ärzte (Virchowbund) kämpft dafür, die Budgetierung zu beenden, die ärztliche Selbstverwaltung zu stärken und die Freiberuflichkeit zu erhalten. Erfahren Sie hier, was berufspolitische Arbeit für Praxis-Ärzte verändert und warum es sich für Sie lohnt.

 

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