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Schluss mit Sonntagsreden – Sparkurs der Länder gefährdet notwendige Förderung der Medizinerausbildung

Berlin, 28. Juni 2011 -

„Bei der Förderung des medizinischen Nachwuchses darf es nicht bei gefälligen Sonntagsreden bleiben“, fordert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich, mit Blick auf den drohenden Ärztemangel. „In einigen Bundesländern“ so Dr. Heinrich, „wird bei den medizinischen Fakultäten trotz aller Warnungen massiv der Rotstift angesetzt.“ Hier müsse rasch umgedacht werden, mahnt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands.

Bildung als Zukunftskapital, Dr. Heinrich fordert stärkere Medizin-Fakultäten (© lightpoet - fotolia.com)

„Bei der Förderung des medizinischen Nachwuchses darf es nicht bei gefälligen Sonntagsreden bleiben“, fordert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich, mit Blick auf den drohenden Ärztemangel. „In einigen Bundesländern“ so Dr. Heinrich, „wird bei den medizinischen Fakultäten trotz aller Warnungen massiv der Rotstift angesetzt.“ Hier müsse rasch umgedacht werden, mahnt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands.

Besonders in Schleswig-Holstein und im Saarland waren in der jüngsten Vergangenheit Meldungen über Einsparungen bei der Medizinerausbildung an den Universitäten und Unikliniken bekannt geworden. In Kiel demonstrierten tausende Studierende gegen die Sparpläne der Landesregierung. Für die saarländischen Universitäten empfahl die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers eine Reduzierung der Studienplätze. „Zwar ist die Konsolidierung der Landeshaushalte angesichts der enormen Schuldenstände ein wichtiges Ziel. Alle jetzt vereinbarten Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Arztberufes, die das kommende Versorgungsstrukturgesetz vorsieht, werden jedoch mit der Streichung ganzer Fakultäten ad absurdum geführt“, erklärt der Verbandsvorsitzende. Gefragt seien intelligentere Auswege aus der Schuldenfalle, da sonst mittelfristig vor allem im Bereich der Allgemeinmedizin eine massive Unterversorgung auftreten werde. Notfalls sei der Bund gefragt, der finanziell einspringen müsse, so Heinrich weiter.

Darüber hinaus müsse verantwortliche Politik alle möglichen Anstrengungen zur Stärkung des Hochschulstandortes Deutschland unternehmen. Dazu gehöre, bei den Universitäten nicht zu streichen, sondern vielmehr zu investieren. „Dass Bildung unser Zukunftskapital ist, hören wir von Politikern immer wieder. Jetzt ist die Zeit, den Taten Worte folgen zu lassen und die medizinischen Fakultäten zu stärken“, mahnt Dr. Heinrich.

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