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STUDIE: VERTRAGSÄRZTE UNTERLIEGEN
SEIT JAHREN ENORMEM ARBEITSDRUCK!

05. April 2005 - eur Berlin, 5. April 2005 – „Vertragsärzte unterliegen seit Jahren einem enormen Arbeitsdruck“, mit dieser Aussage fasst die Vorsitzende der Brendan-Schmittmann-Stiftung, Dr. Brigitte Ernst die Hauptergebnisse der 3. Etappe der Burnout-Studie zusammen. In dieser Studie, deren erste und zweite Etappe 1996 bzw. 2002 reali-siert wurden, wird auf der Basis von ca. 6000 im September 2004 Befragten er-neut deutlich, dass die wöchentliche Arbeitszeit der Vertragsärzte seit Jahren mehr als 50 Stunden beträgt und die Zahl der behandelten Patienten nahezu konstant über 230 liegt. Es werden folgende weitere Aussagen getroffen:

eur Berlin, 5. April 2005 – „Vertragsärzte unterliegen seit Jahren einem enormen Arbeitsdruck“, mit dieser Aussage fasst die Vorsitzende der Brendan-Schmittmann-Stiftung, Dr. Brigitte Ernst die Hauptergebnisse der 3. Etappe der Burnout-Studie zusammen. In dieser Studie, deren erste und zweite Etappe 1996 bzw. 2002 reali-siert wurden, wird auf der Basis von ca. 6000 im September 2004 Befragten er-neut deutlich, dass die wöchentliche Arbeitszeit der Vertragsärzte seit Jahren mehr als 50 Stunden beträgt und die Zahl der behandelten Patienten nahezu konstant über 230 liegt. Es werden folgende weitere Aussagen getroffen:
• Die starke Arbeitsbelastung führt bei der Hälfte der untersuchten Vertragsärzte zu Verschleißerscheinungen, die sich in Empfindungen und Einschätzungen wie: „Die Arbeit laugt aus, am Ende des Arbeitstages völlig erledigt zu sein, Schlafde-fizite sowie unregelmäßig und in Eile zu essen“, äußert. Ein deutlich geringerer Anteil der Vertragsärzte (20 bis 25 Prozent) würde außerdem am liebsten alles hinwerfen bzw. ist oft verzweifelt.
• Eine deutliche Mehrheit der Vertragsärzte (ca. 80 Prozent) hat nicht genügend Zeit zur Wahrnehmung der persönlichen Interessen bzw. nimmt sich auch nicht die entsprechende Zeit dafür (70 Prozent). Das Privatleben leidet nach Einschät-zung von ca. 70 Prozent von ihnen ebenfalls.
• Hinsichtlich des Verhältnisses zu den Patienten wird deutlich, dass das hohe Ar-beitsaufkommen einen zusätzlichen Leidensdruck erzeugt. Mehr als die Hälfte der Probanden leiden darunter, nicht genügend Zeit für ihre Patienten zu haben. Ein nicht unerheblicher Anteil artikuliert zudem noch Defizite in der Kommunikation mit den Patienten.
• Das Verhältnis zu den Kollegen wird nicht eindeutig beurteilt. Einerseits werden die Möglichkeiten des kollegialen Erfahrungsaustausches genutzt, andererseits wird aber die fehlende Kollegialität und die Konkurrenz unter den Vertragsärzten bzw. die fehlende Geschlossenheit der Ärzteschaft bemängelt.
• Starken Einfluss haben neben individuellen auch allgemeine ökonomische Fakto-ren. Die ungünstige wirtschaftliche Lage in unserem Lande belastet die Vertrags-ärzte nahezu gleichermaßen stark, wie die Ungewissheit einen guten Erlös beim Verkauf der Praxis zu erzielen. Belastend wirken außerdem die eigenen finanziel-len Verpflichtungen.
Die vollständige Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro hier bestellt werden.
Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
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