Frage 8: Medizinstudienplätze

Nach der Wiedervereinigung wurden in Deutschland 6.000 Studienplätze für Humanmedizin abgebaut. Die Veränderungen der Arbeitswelt im medizinischen Bereich und die demographische Entwicklung der Bevölkerung erfordern eine zunehmende Anzahl von Ärztinnen und Ärzten. Daher fordert der Virchowbund, die Zahl der Medizinstudienplätze zu um mindestens 6.000 Studienplätze zu erhöhen. Wie stehen Sie dazu?

In den Fällen, in denen keine Antworten von Parteien vorliegen, haben wir anhand der Wahlprogramme stichwortartig die jeweiligen Positionen ergänzt. Diese Antworten sind kursiv gekennzeichnet.

Unser Anspruch und Ziel ist eine gute medizinische Versorgung – unabhängig von Alter, Wohnort und Geldbeutel. Zusammen mit den Ländern werden wir 5000 zusätzliche Studienplätze für Humanmedizin schaffen und gleichzeitig die Landarztquote bei der Studienplatzvergabe über die heutige Grenze von zehn Prozent hinaus erhöhen.

keine Aussagen im Wahlprogramm

An Ärzt*innen herrscht kein genereller Mangel, sondern vor allem in strukturschwachen Regionen und in der Allgemeinmedizin, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und in geriatrischen und grundversorgenden Fächern. Insofern ist es sinnvoll, dass die Länder die Zahl der Studienplätze in der Medizin erhöhen. Es kommt zudem entscheidend darauf an, für eine bessere regionale Verteilung und eine bedarfsgerechte fachliche Schwerpunktsetzung zu sorgen, um gezielt den partiellen Mangel an Ärzt*innen zu beheben. 

Es ist richtig, die Anzahl der Studienplätze zu erhöhen. Das liegt jedoch im Aufgabenbereich der jeweiligen Bundesländer. Gleichzeitig wollen wir dafür sorgen, dass insbesondere im ländlichen Raum attraktive ambulante und stationäre Versorgungsangebote sichergestellt sind.  

Die LINKE befürwortet den bedarfsgerechten Ausbau der Medizinstudienplätze in Deutschland. Dabei sollte die Altersstruktur in den einzelnen Fachgebieten berücksichtigt und rechtzeitig mit konkreten Anreizen einem Mangel in spezifischen Disziplinen vorgebeugt werden.

keine Aussagen im Wahlprogramm

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