Unterversorgung bekämpfen: Modellprojekt soll deutschlandweit zum Vorbild werden

Jetzt ist es wissenschaftlich belegt: Das innovative Versorgungsprojekt „INVEST Billstedt/Horn“ verbessert die Gesundheitsversorgung der Patienten in Hamburgs am schlechtesten versorgten Stadtteil. Der Verband der niedergelassenen Ärzte (Virchowbund) will das Modellprojekt nun so rasch wie möglich in die Regelversorgung überführen.

Ein Pfeiler des Projekts "INVEST": der Gesundheitskiosk. (c) Gesundheit für BillstedtHorn UG.jpg

„Gesundheit und sozialer Status sind eng miteinander verknüpft. Gesundheitsversorgung ist daher nicht nur eine medizinische Frage, sondern muss umfassender gedacht werden“, erklärt Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Virchowbundes. „In Hamburg-Billstedt konnten wir zeigen, dass eine populationsorientierte, niedrigschwellige Versorgung möglich ist, wenn die relevanten Akteure sich engagieren und kooperieren. Das ist eine Form der Vernetzung, die Patienten hilft und Ärzte entlastet. Aus dem Prototyp sollte jetzt ein Vorbild für andere Städte und Regionen werden.“

Dafür hatten sich auch die Autoren der heute veröffentlichten Evaluation des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) ausgesprochen. Sie wiesen nach, dass INVEST u. a. den Zugang zur Versorgung verbessert und die Zufriedenheit der Patienten, Leistungs- und Kooperationspartner erhöht hat.

Der Virchowbund hatte 2016 auf Initiative des Bundesvorsitzenden Dr. Dirk Heinrich die „Gesundheit für Billstedt/Horn UG“ gemeinsam u. a. mit dem Ärztenetz Billstedt-Horn e. V. und der SKH Stadtteilklinik Hamburg GmbH gegründet. Dr. Heinrich ist selbst als HNO-Arzt in Billstedt niedergelassen. Mit dem Vorstandsvorsitzenden des Ärztenetzes Billstedt-Horn e. V., Dr. Gerd Fass, war ein weiteres Mitglied im Virchowbund maßgeblich beteiligt.

Das daraus entstandene Modellprojekt „INVEST“ wurde vom Innovationsfonds gefördert und vom HCHE an der Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Jonas Schreyögg wissenschaftlich begleitet.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Virchowbund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
Leiter der Pressestelle: Klaus Greppmeir
Pressereferent: Adrian Zagler
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 - 0
Fax: 030 / 28 87 74 - 115
presse@virchowbund.de
www.virchowbund.de
www.twitter.com/virchowbund

Zu den Downloads

Cookie-Einstellungen

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Wir berücksichtigen Ihre Auswahl und verwenden nur die Daten, für die Sie uns Ihr Einverständnis geben.

Diese Cookies helfen dabei, unsere Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriffe auf sichere Bereiche ermöglichen. Unsere Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren, indem Informationen anonym gesammelt werden. Mit diesen Informationen können wir unser Angebot laufend verbessern.

Diese Cookies werden verwendet, um Besuchern auf Webseiten zu folgen. Die Absicht ist, Anzeigen zu zeigen, die relevant und ansprechend für den einzelnen Benutzer und daher wertvoller für Publisher und werbetreibende Drittparteien sind.