Landesgruppen Baden-Württemberg Bayern Saarland Rheinland-Pfalz Hessen Nordrhein Westfalen-Lippe Niedersachsen / Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mecklenburg-Vorpommern Berlin/Brandenburg

Aktuelles

Wirtschaftliche Situation bei Fachärzten der Grundversorgung ein großes Problem

Berlin, 18. November 2014 - Ärztemonitor – Die niedergelassenen Ärzte sind mit ihrem Beruf zufrieden, aber nicht mit den Arbeitsbedingungen. Dies hat der Ärztemonitor 2014 nachgewiesen. KBV und NAV haben in einer Detailauswertung nach möglichen Gründen für Unzufriedenheit bei Niedergelassenen gefragt.

Schreibarbeit in der Arztpraxis: Grundversorgende Fachgruppen sehen Nachholebedarf beim Einkommen (© WavebreakMediaMicro - Fotolia.com)

Zwei wichtige Ergebnisse des Ärztemonitors 2014 waren die hohe Zufriedenheit mit dem Beruf als Arzt sowie die hohe Unzufriedenheit mit den Rahmenbedingungen, unter denen die Mediziner arbeiten müssen. Um den Unzufriedenen auf den Grund zu gehen, hat das Meinungsforschungsinstitut infas im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des NAV-Virchow-Bundes (NAV) eine Detailauswertung zur Verteilung der Unzufriedenheit gemacht. Das Ergebnis: Insbesondere Fachärzte in der Grundversorgung sind weit überdurchschnittlich unzufrieden mit der wirtschaftlichen Situation und sehen Nachholbedarf beim Einkommen.

„Dieses Ergebnis zeigt erneut, dass Fachärzte mit vielen Fällen in der Grundversorgung ernste wirtschaftliche Probleme haben“, sagte Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes. Der Ärztemonitor hatte ergeben, dass 39 Prozent mit ihrer wirtschaftlichen Situation unzufrieden sind. Weit über diesem Wert liegen Chirurgen und Orthopäden (55%), HNO-Ärzte (51%) und Urologen (48%). Diese Fachgruppen sowie die Frauen- und Augenärzte sind ebenfalls unzufrieden mit ihrer Einkommenssituation.

„Die generellen Zufriedenheitswerte des Ärztemonitors 2014 sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem die grundversorgenden Fachärzte unter den Rahmenbedingungen leiden. Über den Ärztemangel wird viel gesprochen, doch um junge Mediziner in die Niederlassung zu bekommen, müssen wir die Bedingungen vor allem bei den Grundversorgern deutlich verbessern“, erklärt Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV.

Ein weiteres Problem aller Grundversorger ist die schwierige Suche nach einem Praxisnachfolger. Hier sagten 82 Prozent der Hausärzte aus, dass sie Probleme hätten, einen Nachfolger zu finden, gefolgt von Kinderärzten (73%), Augenärzten (67%) sowie Orthopäden und Chirurgen (65%).

Daten und Diagrammdarstellungen der Ergbnisse finden Sie auf den Sonderseiten zum Ärztemonitor.

Ihre Ansprechpartner:
Dr. Roland Stahl (KBV), Tel.: 030 4005-2201
Klaus Greppmeir (NAV), Tel.: 030 288 774-122

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Mediacenter

Fotos, Videos und andere Downloads finden Sie in unserem Mediacenter.

Zu den Downloads

Ansprechpartner

Klaus Greppmeir
Hauptgeschäftsführer
Leiter der Pressestelle

Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 0
Mobil: 0173 / 70 09 268
Fax: 030 / 28 87 74 115
klaus.greppmeir@virchowbund.de