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ZUSATZBEITRÄGE: KASSEN KAPITULIEREN VOR EIGENEM SPARWILLEN

25. Januar 2010 - eur Berlin, 25. Januar 2010 – Zu den Ankündigungen von Krankenkassen, einen Zusatzbeitrag erheben zu wollen, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte, Dr. Klaus Bittmann: „Die Krankenkassen kapitulieren vor ihrem Sparwillen und ihren Bemühungen um innovative Wege in der Gesundheitsversorgung. Statt angesichts steigender Kosten neue Ideen zu entwickeln, soll wieder einmal das schwächste Glied die Zeche zahlen: der Versicherte und der Patient."

eur Berlin, 25. Januar 2010 – Zu den Ankündigungen von Krankenkassen, einen Zusatzbeitrag erheben zu wollen, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte, Dr. Klaus Bittmann: „Die Krankenkassen kapitulieren vor ihrem Sparwillen und ihren Bemühungen um innovative Wege in der Gesundheitsversorgung. Statt angesichts steigender Kosten neue Ideen zu entwickeln, soll wieder einmal das schwächste Glied die Zeche zahlen: der Versicherte und der Patient. Dabei subventioniert der Steuerzahler die Krankenkassen in diesem Jahr bereits mit rund 15,7 Milliarden Euro.

Auch der reflexartige Ruf nach dem Gesetzgeber ist reichlich phantasielos. Denn es bestehen bereits gesetzliche Möglichkeiten, die erwarteten Kostensteigerungen aufzufangen. So ist es beispielsweise heute schon möglich, durch einen intelligenten Ausbau der Selektivverträge, durch Hausarztverträge mit ergänzenden Facharztverträgen und durch Integrationsverträge mit regionalen Ärztenetzen, die Versorgung regional, wirtschaftlich und patientenorientiert zu gestalten. Dabei können die eigentlichen Kostentreiber, die Krankenhaus- und Arzneimittelkosten, vernünftig und wirtschaftlich gesteuert werden. Darüber hinaus müssen alle Kosten auf den Prüfstand, vor allem die Verwaltungskosten der Krankenkassen und die teils absonderlichen Leistungen, wie Gesundheitsreisen oder Bonusprogramme mit irrwitzigen Sachprämien. Zudem ist es absurd, einen Zusatzbeitrag zu erheben, von dem die Hälfte durch das Beitragserhebungsverfahren wiederum in den Verwaltungskosten verschwindet.

Zudem müssen Krankenkassen verstärkt Synergieeffekte nutzen. Dazu gehören zum einen weitere Kassenfusionen. Es muss aber auch nicht sein, dass zehn verschiedene Krankenkassen, deren Leistungsangebot sich zu 95 Prozent deckt, in einem Ort zehn feudale Filialen in bester Lage betreiben. Stattdessen wäre es angebracht, in eine zielgerichtete Neustrukturierung der Versorgung und verbesserte integrierte Konzepte zu investieren, statt zusätzliche Finanzmittel wieder in einem intransparenten Topf verschwinden zu lassen. Hier wäre bei den Krankenkassen selbst mehr Kreativität angesagt.“

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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