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ZWEI-KLASSEN-MEDIZIN IST LÄNGST REALITÄT

10. September 2009 - eur Berlin, 10. September 2009 – Die Zwei-Klassen-Medizin ist längst Realität in Deutschland. Lange Wartezeiten, insbesondere im ambulanten Sektor, sind fester Bestandteil einer stillen Rationierung. Und die Ärztinnen und Ärzte befürchten, dass sich die Situation in Zukunft weiter verschärfen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Allianz Deutscher Ärzteverbände, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

eur Berlin, 10. September 2009 – Die Zwei-Klassen-Medizin ist längst Realität in Deutschland. Lange Wartezeiten, insbesondere im ambulanten Sektor, sind fester Bestandteil einer stillen Rationierung. Und die Ärztinnen und Ärzte befürchten, dass sich die Situation in Zukunft weiter verschärfen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Allianz Deutscher Ärzteverbände, die heute in Berlin vorgestellt wurde. „Die Ärzteschaft wird durch die politischen Rahmenbedingungen der letzten Jahre regelrecht in die verdeckte Rationierung gedrängt. Aber dennoch sehen Ärzte in der Zuwendung zum Patienten die zentrale Bedeutung ihres ärztlichen Handelns“, erläutert der Sprecher der Ärzteallianz, Dr. Klaus Bittmann.

Die Umfrage, für die das Institut für Demoskopie Allensbach im August über 500 ambulant und stationär tätige Ärztinnen und Ärzte interviewte, zeigt, dass das Vertrauen der Ärzteschaft in die Gesundheitspolitik zerrüttet ist. Mehr als 70 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Patienten künftig noch länger als bisher auf Arzttermine warten müssen. 60 Prozent der Krankenhausärzte können sich schon heute nicht genügend Zeit für ihre Patienten nehmen. Fast zwei Drittel der Ärzte halten die Zwei-Klassen-Medizin für gelebte Realität.

Eine beeindruckende Mehrheit der Ärzte von fast 87 Prozent plädiert für mehr Transparenz im Gesundheitswesen. Sie fordern, dass auch gesetzlich Krankenversicherte eine Kostenübersicht über die erbrachten medizinischen Leistungen erhalten.

Angesichts dieser Ergebnisse fordert die Allianz Deutscher Ärzteverbände für die nächste Legislaturperiode:

• den Erhalt von Freiberuflichkeit und Therapiefreiheit
• den Schutz der Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Arzt
• mehr Transparenz im Gesundheitswesen
• den Erhalt der solidarischen Grundsicherung unter Stärkung der Eigenverantwortlichkeit des Patienten (Einführung eines sozial abgefederten Kostenerstattungssystems in der GKV)
• die Unterstützung von ärztlich initiierten Kooperationen und Netzwerken
• die Steigerung der Attraktivität des Arztberufes durch eine konzertierte Aktion, die alle Bereiche der medizinischen Laufbahn betreffen

Hier finden Sie
- die Ergebnisse der Allianz_Umfrage (146.6 kb) sowie
- die Wahlinitiative (132.5 kb) der Allianz Deutscher Ärzteverbände.


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