Lauterbach bringt Hamburger Gesundheitskiosk ins Wanken

Die chaotische Gesundheitspolitik des Bundesgesundheitsministers hat ein nächstes Opfer: Wie heute bekannt wurde, haben die Ersatzkassen in Hamburg den Versorgungsvertrag mit dem Gesundheitskiosk in Billstedt-Horn gekündigt. Dies wurde kassenseitig explizit mit dem derzeit beratenen GKV-Finanzierungsstärkungsgesetz und den kürzlich verlautbarten Eckpunkten des Bundesgesundheitsministers zu dessen „Gesundheitskiosken“ begründet.

Dem Gesundheitskiosk in Billstedt-Horn droht die Schließung.

Das Ärztenetz Billstedt-Horn und der Virchowbund sind unter anderen die Initiatoren und Gesellschafter des Gesundheitskioskes in Billstedt-Horn.

„Lauterbach zerstört mit seiner erratischen und inkonsistenten Politik die gute Versorgung ausgerechnet in sozialen Brennpunkten“, erklärt Initiator und Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich.

Vor vier Wochen hatte der Bundesgesundheitsminister seine unausgegorenen Eckpunkte für seine Version der „Gesundheitskioske“ präsentiert. Diese Eckpunkte und ein Finanzierungsgesetz, das die Kassen unter erheblichen Druck bringt, seien die Ursache dafür, dass sich nun Kassen aus einem sozialen Projekt mit nachgewiesener Versorgungsverbesserung verabschieden. „Dadurch hat nach zehn Monaten Amtszeit das Wirken von Lauterbach bereits nachhaltig negative Auswirkungen auf die Versorgung der sozial Schwächsten“, stellt Dr. Heinrich fest. „Ich halte Lauterbach deshalb inzwischen für den unsozialsten Sozialdemokraten.“

In Folge dessen werden nun voraussichtlich gut eingearbeitete und hochmotivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Gesundheitskioskes entlassen werden müssen. Die weitere Zukunft des Gesundheitskioskes hängt damit an den Verträgen mit den verbliebenen Kassen.

„Und damit schwebt das Damoklesschwert über dem Fortbestand des Hamburger Gesundheitskioskes, der noch im Februar vom Gemeinsamen Bundesausschuss für die Regelversorgung empfohlen wurde“, so Dr. Heinrich.

„Wenn die Politik Lauterbachs mit dem Substitutionsprojekt unter seinem falschen Label ‚Gesundheitskiosk‘ fortgeführt wird, wird es bald nur noch für die Reichen Ärzte geben, für die Armen dagegen nur die ‚Community Health Nurse‘“, befürchtet der Virchowbund-Vorsitzende.

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