Vorstand für Mecklenburg-Vorpommern neu gewählt

Erneut hat die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern die Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Dipl.-Med. Angelika von Schütz zu ihrer Vorsitzenden gewählt. Von Schütz ist zugleich Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung.

Angelika von Schütz

Dipl.-Med. Angelika von Schütz, Vorsitzende Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern (© Virchowbund/Lopata)

Als ihr Stellvertreter wurde Matthias Träger, Facharzt für Orthopädie in Neubrandenburg, bestätigt. Drei Beisitzer komplettieren den Vorstand: Jan Reymers (Urologie), Kirsten Schöler (HNO), Marco Wex (Hausärztlicher Internist).

Gleichzeitig mit der Vorstandswahl fand auch die Wahl der Delegierten zur Bundeshauptversammlung statt. Von Schütz und Träger werden die Landesgruppe bei der nächsten Bundeshauptversammlung Anfang November vertreten; Schöler und Reymers wurden als stellvertretende Delegierte gewählt.

Die Landesgruppenvorsitzende Dipl.-Med. Angelika von Schütz engagiert sich bereits seit zwei Jahrzehnten berufspolitisch. „Aber eine Situation wie derzeit habe ich bislang noch nie erlebt“, sagt sie. „Die geplanten Einschnitte durch das GKV-Spargesetz werden es für GKV-Patienten in Mecklenburg-Vorpommern noch schwieriger machen, rasch Arzttermine zu erhalten. Es ist schon jetzt vielerorts herausfordernd, die haus- und fachärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten. Das Problem wird sich ab 2027 spürbar verschärfen.“

Der Virchowbund-Landesgruppenvorstand hat daher vor wenigen Wochen anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern acht Forderungen formuliert, wie eine gute und gemeinwohlorientierte Gesundheitsversorgung im Flächenland auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Der Verband ruft darin zu einer besseren und bedarfsgerechten Steuerung und Koordination von Patientenströmen auf und fordert bessere Arbeitsbedingungen für Praxispersonal sowie Investitionssicherheit und verlässliche und zukunftsweisende Standortbedingungen für Praxisinhaber und niederlassungswillige Jungärzte.

„Eine Arztpraxis zu gründen und vielen Menschen dadurch eine qualitativ gute und verlässliche medizinische Versorgung zu ermöglichen, das ist auch heute noch ein Wunsch von vielen junge Ärztinnen und Ärzten. Unsere Landesregierung und die Kommunen müssen künftig viel mehr dafür tun, dass diese Mediziner/innen den Schritt in die Selbstständigkeit auch tatsächlich wagen“, mahnt von Schütz.

Der Virchowbund ist der einzige freie ärztliche Verband, der deutschlandweit ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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