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GKV-Spargesetz: 6 Maßnahmen, wie Sie Honorarverluste kompensieren
Weniger Geld für gleiche Leistung: Das droht den Arztpraxen mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Der Virchowbund informiert, was Ärztinnen und Ärzte jetzt tun können, um auf die Einsparungen zu reagieren.
Die geplanten Sparmaßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spargesetz) sorgen für große Unsicherheit in den Praxen. Viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte stehen vor konkreten wirtschaftlichen Risiken. Umso wichtiger ist es, strukturiert zu reagieren und die eigene Praxis auf mögliche Veränderungen vorzubereiten.
Der Virchowbund zeigt Ihnen, wie Sie als Arzt bzw. Praxisinhaberin jetzt vorgehen können.

Jeden Tag berate ich Ärzte, die verunsichert sind, ob und wie sich eine Vertragsarztpraxis ab 2027 noch lohnt. Der Virchowbund hilft, Klarheit zu schaffen.
Beinahe jede Vertragsarztpraxis ist von der GKV-Honorarkürzung betroffen. Wer frühzeitig handelt, kann den Schaden begrenzen.
Besonders wichtig ist das für:
- Ärztinnen und Ärzte in der Gründungsphase
- Praxen mit laufenden Krediten
- Praxen mit wenig Spielraum in der Kostenstruktur
Der Virchowbund hilft Ihnen dabei, einen klaren Blick auf die wirtschaftliche Situation Ihrer Arztpraxis zu erhalten.
Wir identifizieren Einsparpotenziale, analysieren Ihre KV-Abrechnung und entwickeln gemeinsam mit Ihnen den Businessplan Ihrer Arztpraxis weiter.
Untätigkeit ist keine Option. So können Sie aktiv werden:
- Transparenz über eigene Zahlen schaffen
- Eigenen Honorarrückgang prognostizieren
- Kostenstruktur aktiv steuern
- Erlösmodelle realistisch prüfen
- Mitarbeitende einbinden
- Patienten offen informieren
Je früher Sie handeln, desto mehr Spielraum behalten Sie. Holen Sie sich dafür die Unterstützung des Verbandes der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.
Wie lassen sich drohende Honorareinbußen kompensieren?
Das GKV-Spargesetz reißt eine wirtschaftliche Lücke in die Praxisfinanzen. Unsere Praxisberaterin Margaret Plückhahn analysiert gemeinsam mit Ihnen individuell:
- Welche Leistungen sind aktuell nicht budgetiert?
- Welche Zuschläge oder „Sondervergütungen“ fallen künftig weg?
- Wie wird sich das eigene Budget entwickeln?
Im nächsten Schritt stellen wir die Kostenstruktur auf den Prüfstand. Die größten Stellschrauben liegen leider bei den Personalkosten. Relevant wird auch das Verhältnis Fixkosten vs. variable Kosten.
Gerade beim Personal werden viele Praxen zu schwierigen Entscheidungen gezwungen sein. Manche Praxen werden es sich nicht mehr leisten können, freie Stellen im Praxisteam nachzubesetzen. Praxisinhaber sollten prüfen, ob sie durch digitale Lösungen (z. B. KI-Telefonassistenten) oder Quereinsteiger ihr Praxisteam entlasten können. Auch wird sich die eine oder andere Praxis „gesundschrumpfen“ müssen. Die Praxisberatung unterstützt Sie auch dabei, Einsparpotenziale in der Organisation zu ermitteln.
Falls Personalveränderungen (z. B. eine Kündigung oder Änderungen der vereinbarten Arbeitszeiten) notwendig werden, hilft unsere Rechtsberatung für Mitglieder im Virchowbund weiter. So vermeiden Sie späteren Ärger vor dem Arbeitsgericht.
Die Kunst ist es, Ihre vertragsärztliche Pflicht zu erfüllen und Ihre restliche Arbeitszeit zu nutzen, um alternative Honorarquellen auszuschöpfen.
Hierfür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, über die Sie der Virchowbund regelmäßig in Webinaren und Newslettern aufklärt, z. B. über Leistungen für Selbstzahler. Hier können Sie sich für Webinare anmelden.

Am 21.09.2026 findet das Webinar „GKV-Spargesetz Spezial: Was kommt auf Ihre Praxis 2027 zu und wie können Sie sich vorbereiten?“ des Virchowbundes statt. Darin zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre strategische Neuausrichtung angehen können.
Die Virchowbund-Praxisberatung stellt konkrete Maßnahmen vor, mit denen Sie den drohenden Einschnitt beim Honorar auffangen können.
Wie Sie Ihre Erlösquellen überprüfen und ausbauen
Eine stärkere Fokussierung auf Privatleistungen kann eine Option sein – aber nicht für jede Praxis. Arztpraxen, die stärker auf Privatmedizin und Selbstzahlerleistungen setzen möchten, sollten sich deshalb fragen: Passt das Leistungsspektrum der Praxis? Ist Ihr Patientenklientel zahlungsfähig? Gibt Ihr Standort zusätzliche Potenziale her? Lesen Sie hier weiter zum Parallelbetrieb von Privat- und Kassenpraxis.
Die Antworten auf diese Fragen fließen in den Businessplan der Arztpraxis ein. Ob der eigene Praxis-Businessplan tragfähig ist, sollten Praxen gemeinsam mit dem Virchowbund sowie dem Steuerberater und ggfs. der Bank ausloten.
Bevor Sie strategische Entscheidungen treffen, prüfen Sie, ob die wirtschaftlichen Kennzahlen Ihrer Praxis tatsächlich Handlungsbedarf zeigen. Welche Kennzahlen dabei entscheidend sind, erklären wir hier.
Aber auch wenn ein Neuausrichtung hin zu Privatpatienten und Selbstzahlern nicht möglich erscheint: Gemeinsam mit der Virchowbund-Praxisberatung können Sie andere Möglichkeiten prüfen. Fakt ist: Für alle Patienten wird das Honorar nicht mehr ausreichen. Das Spargesetz verpflichtet fast dazu, das Angebot für GKV-Patienten zu begrenzen.
Patienten grundsätzlich abzuweisen ist nur in Ausnahmen möglich. Die Virchowbund-Rechtsberatung berät beim richtigen Vorgehen:
Realistisch ist eine längere Wartezeit durch Terminverschiebungen. Neue Patienten können abgelehnt werden, wenn:
- die Praxis ausgelastet ist
- der Versorgungsauftrag erfüllt wird
Wenn Sie GKV-Patienten aus Kapazitätsgründen abweisen, müssen Sie das unbedingt korrekt kommunizieren. Auch dabei hilft der Virchowbund. Lesen Sie mehr unter Diese Patienten dürfen Sie ablehnen.
Medizinische Notfälle müssen behandelt werden!
Gehen Sie juristisch gegen Honorarrückforderungen vor
Der Virchowbund hilft Ihnen als Arzt oder Ärztin auch dabei, gegen unverhältnismäßige Honorarkürzungen, Rückforderungen und Regresse rechtlich vorzugehen. Vor allem dann, wenn die wirtschaftliche Existenz der Praxis bedroht ist oder strukturelle Ungleichgewichte entstehen, sollte man nicht einfach akzeptieren, dass die KV oder die Krankenkasse Honorar zurückfordern oder Verordnungen regressieren.
Virchowbund-Mitglieder können sich mit ihren entsprechenden Unterlagen (Aufforderungen zur Stellungnahme, Bescheide) an die Rechtsberatung und die Praxisberatung des Verbandes wenden. Wir beraten Sie individuell zu Ihren Optionen.
Informieren Sie Ihre Patienten frühzeitig
Egal, welche strategischen Maßnahmen Sie in Ihrer Praxis ergreifen: Kommunizieren Sie offen gegenüber Patienten und auch dem Praxisteam, welche Veränderungen Sie planen. Erklären Sie Ihren Patienten, welche Leistungen künftig eingeschränkt sein könnten. Machen Sie wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich.
Auch wenn das Ihre Patienten verunsichern kann, ist Transparenz wichtig. Beim Virchowbund erhalten Sie Tipps, wie Sie patientengerecht kommunizieren.
Das können Ärztinnen und Ärzte tun:
Jetzt ist es an der Zeit, Ihren Businessplan zu überarbeiten, alle Ausgaben zu checken und auch Ihren Leistungskatalog zu überdenken. Der Virchowbund unterstützt Sie mit viel Erfahrung, unabhängig und kostenfrei im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft.
Unser Beratungsteam zeigt Ihnen, wie Sie Ihr neues Budget selbst beeinflussen können. Wir unterstützen Sie auch dabei, sich ein zweites Standbein neben der GKV aufzubauen, beispielsweise durch eine zusätzliche Privatpraxis. Praxisberatung und Rechtsberatung im Virchowbund arbeiten dabei Hand in Hand, um Ihnen bestmögliche Empfehlungen zu geben.
Häufige Fragen zur Mitgliedschaft im Virchowbund
Füllen Sie unseren Mitgliedsantrag online aus und erhalten Sie sofort Ihre Zugangsdaten. Alternativ können Sie uns das Formular auch per E-Mail, Post oder Fax zusenden.
Sie haben vollen Zugriff auf alle unsere Services: Musterverträge, Rechtsberatung, Praxisberatung, Vorlagen, Checklisten und mehr. Außerdem können Sie sich für unsere Webinare anmelden. All diese Services sind bereits in Ihrem Mitgliedsbeitrag inbegriffen.
Die Mitgliedsbeiträge richten sich nach Ihrem beruflichen Status. Der Beitrag für Praxisinhaber beträgt 30 Euro pro Monat; angestellte Ärzte zahlen in der Regel weniger.
Hier finden Sie unsere Beiträge
Wenn Sie niedergelassen sind, oder eine Niederlassung in Erwägung ziehen, lohnt sich eine Mitgliedschaft im Virchowbund für Sie. Der Virchowbund unterstützt sowohl Vertragsarztpraxen als auch Privatpraxen. Auch Medizinstudierende können Mitglied werden.
Ärztinnen und Ärzte werden persönlich Mitglied. Es gibt keine Mitgliedschaft für eine Praxis. MFA und andere nicht-ärztliche Angestellte sowie Physiotherapeuten u. Ä. können keine Mitgliedschaft abschließen.
In den meisten Fällen ja. Unser Service ergänzt die fachspezifischen Inhalte Ihres Berufsverbandes. Denn bei uns finden Sie Unterstützung rund um die Praxisführung, Arbeitsrecht, Medizinrecht und wirtschaftliche Praxisführung.
Eine Mitgliedschaft lohnt sich häufig schon nach nur einer Stunde Rechtsberatung. Dazu kommen viele weitere geldwerte Services wie Musterverträge, Webinare und Preisvorteile bei Kooperationspartnern.








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